Angelpraxis

Typische Anfängerfehler beim Spinnfischen

Spinnfischen ist gerade für Anfänger die Angeltechnik, welche den größten Reiz ausübt. Immerhin ist man ständig in Bewegung und hat immer etwas zu tun. Auch spürt man den Biss direkter als bei jeder anderen Angeltechnik. Darin liegt der Reiz beim Spinnfischen, doch auch  hier muss jeder Fisch erarbeitet werden und manchmal braucht es ziemlich viel Geduld. Mit diesen Tipps sollte  der Einstieg etwas leichter fallen, indem die häufigsten Fehler vermieden werden.

1. Die falsche Angelstelle zur falschen Jahreszeit

Die Basis allen Angelns ist das der Köder zum Fisch muss und der Fisch auch noch hungrig ist oder wenigstens im

Große Gewässer, wie der Bodensee machen es dem Angler nicht leicht die Fische zu finden.

Fall von Raubfischen  reizbar. Angelt man an den falschen Stellen zur falschen Jahreszeit  kann gar nichts passieren, weil kein Fisch weit und breit. Gerade in großen Gewässern spielt das eine wichtige Rolle. Um etwas Recherche, wo die Fische zur  jeweiligen Jahreszeit stehen kommt man also nicht rum. Auf dieser Seite findest du viele Tipps rund um Hot Spots und wo sich die Fische  zu welcher Jahreszeit aufhalten.

2.  Häufiger Köderwechsel

Vertrauen in seine Angelköder zu haben ist wichtig und vertrauen bekommt man nur, indem man mit dem Köder auch fängt.  Wenn man alle zwei Würfe den Köder wechselt ist man mehr mit ummontieren beschäftigt als mit wirklichem Angeln. In dieser Zeit haben Fische keine Chance zu beißen, weil  kein Köder im Wasser ist.  Man sollte also jedem Köder wenigstens 15-30 Minuten Zeit geben, wenn man sich nicht sicher ist was die Fische wollen.  Neue Köder ausprobieren ist vor allem dann gut, wenn es gut läuft. Somit bekommt man nämlich  auch Vertrauen in neue Spinnköder oder sortiert Köder aus, die an diesem Gewässer einfach nicht fangen.

Die richtige Spinnrute und Rolle auszusuchen gehört auch zur richtigen Vorbereitung

3. Schlechte Vorbereitung

Auch wenn es beim Spinnfischen nicht viel braucht, um erfolgreich zu sein. Etwas Angelzubehör muss doch immer mit ans Wasser.  Wenn ich losziehe schaue ich immer das ich mir wenigstens 2-3 x meine Montage neu binden kann und checke, ob ich wirklich alles dafür dabei habe.  Beim Spinnfischen gehört für mich etwas Vorfachmaterial,  ein paar Wirbel oder Snaps  und ein paar Ersatzköder  dazu. Erwarte ich viele Hänger,  nehme ich entsprechend mehr mit. Eine Zange, Kescher, Hakenlöser und eine Schere, sowie die Angelpapiere sind  natürlich auch immer dabei. Auch etwas zu trinken  und ein kleiner Snack sind auf längeren Touren eine gute Idee. Nicht zuletzt gehört auch eine dem Wetter richtig angepasste Kleidung dazu und  schließlich den Wetterbericht  anzuschauen schadet auch nicht. Das geht ja heutzutage auch schnell mit dem Smartphone.

4. Falsche Ködergröße

Die richtige Ködergröße ist ganz entscheidend beim Spinnfischen den häufigsten Fehler, den ich sehe, sind zu kleine Köder, gerade auf Hechte. Wenn man wenig Zeit zum Angeln hat, möchte  man vielleicht auch alles rausholen und auf möglichst viele Fischarten gleichzeitig eine Chance haben. Doch das führt oft zu Kompromissen und am Ende  passt der Köder keinem der Zielfische so richtig.   Raubfische haben sich oft auch in einem Gewässer auf eine ganz bestimmte Beutegröße eingeschossen und wollen nichts anderes mehr. Daher lohnt es sich einfach mal mit ein paar Maden Stippen zu gehen und zu schauen, was denn so im Gewässer schwimmt.

Dennoch gibt es einen Köder, der zuverlässig fast alle Raubfische fangen kann, auch wenn er keine „perfekte“ Größe hat. Ein 2`er  bis 4`er Spinner kann eigentlich von jedem Raubfisch bewältigt werden und ist mein Tipp an jeden Anfänger.

Einen Hakenschärfer dabei zu haben ist fast immer eine gute Idee.

5. Scharfe Haken

Nichts ist schlimmer als , wenn der lang ersehnte Fisch beißt, aber einfach nicht hängen bleibt,  weil der Haken stumpf und rostig ist. Das ist mir auch schon passiert und auch noch bei einem wirklich dicken Hecht. Das ist  einfach nicht nötig und deshalb tausche ich meine Haken regelmäßig und habe alternativ auch immer einen Hakenschärfer dabei. Auch die richtige Hakenwahl ist wichtig, denn auch mit  zu großen, zu kleinen oder zu wenig stabilen Haken riskiert man seine ersten Fische.

6. Zu lockere Schnur

Sowohl beim Drill als auch beim Führen des Köders sollte man immer Kontakt zum Köder oder zum Fisch haben. Ist die Schnur beim Angeln locker,  bekommt man Bisse nicht richtig mit. Noch  Schlimmer ist das im Drill, denn dann kann sich der Fisch frei schütteln und man verliert ihn sehr leicht vom Haken.

Grouper auf den Philippinen
Fische, die man sieht beißen nicht – so heißt eine Anglerregel.

7. Falsch gebundene Knoten

Die richtigen Knoten zu verwenden sorgt für maximale Tragkraft. Werden die Knoten aber nicht richtig und sorgfältig gebunden,  halten deutlich schlechter. Mein Tipp ist es jeden gebundenen Knoten einen Zugtest zu unterziehen   und beim Binden Sorgfalt walten zu lassen. Damit passiert es dann nicht mehr so leicht, dass die Knoten aufgehen.

8. Kein Landewerkzeug dabei

Im Prinzip gehört, das auch zu Punkt 3. der Vorbereitung: Einen   Kescher dabei zuhaben ist immer eine gute Idee und dieser sollte auch auf die Größe der Zielfischart angepasst sein.  Mit einem Aquarienkescher  hat noch niemand einen  Kapitalen Hecht gelandet. Die Handlandung gilt zwar als schonend , erfordert aber einiges an Übung und Geschick. Viele Fischarten lassen sich auch kaum mit der Hand landen und somit steht man dann ohne Kescher schlecht da und verliert  vielleicht einen schönen Fisch direkt  vor der Landung.

Ein kleines Päuschen hin und wieder  schadet nicht. Noch dazu in herrlicher Norwegischer Landschaft.

9. Zu frühes aufgeben

Nur wer am Wasser ist und konzentriert angelt, kann Fische fangen. An manchen Tagen läuft es einfach nicht so gut und manchmal mag es Sinnvoll sein früher heimzugehen. Dennoch  – wer aufgibt, kann natürlich auch nichts fangen. Mein Tipp ist, wenn es mal nicht so gut läuft, einfach nach den schönen Dingen der Natur und des Wassers zu schauen und die Zeit draußen zu genießen. Irgendwann kommt schließlich  immer ein Fisch. Geduld braucht es leider auch beim Spinnfischen.

 

 

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Chris

Seit über 20 Jahren völlig angel verrückt und absoluter Allrounder. Mehr Informationen über mich und die Website findest du hier.

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Ein Kommentar

  1. Danke für die tollen Informationen! Nach 30 Jahren Angelabstinenz hat mein Sohn (10) nun im Urlaub gequengelt und wollte angeln. Dank Brandenburger Touristenschein haben wir eine günstige Rute gekauft und waren am Rheinsberger See auf Friedfische aus. Ein paar kleine Fische haben gebissen und mich wieder infiziert. Nun sind einige von Dir genannten Allround und Reiseruten bestellt…
    An deinen Infos merke ich das schon viel vergessen ist und sich viel getan hat.
    Vielen Dank

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