Die Eigenschaften von Angelruten und Rutenwahl

Angelrute ist nicht gleich Angelrute und zu Angelruten gibt es immer wieder dieselben Fragen. Deshalb habe ich diesen ausführlichen Beitrag geschrieben, in dem ich fast alle Fragen zum Thema Ruteneigenschaften und sonstige Fragen rund um das Thema Angelruten beantworten möchte.

Die Eigenschaften der Angelruten

Wenn du dir überlegst eine neue Rute zuzulegen oder einfach mehr über Angelruten wissen möchtest, habe ich hier die Eigenschaften von Ruten kompakt zusammengefasst.

Auf dieser Website gibt es außerdem einige Übersichten für verschiedene Ruten. In den Artikeln gibt es noch einmal genauere Erklärungen, was wirklich wichtig bei diesen Ruten ist.

Hier die Links:

 

Welche Rute für welchen Fisch – Die Rutenwahl

Zunächst einmal muss man zwischen Grund und Spinnruten unterscheiden. Wichtig ist auch das Gewässer für die Rutenwahl: Angelst du am Rhein Hauptstrom dann braucht es viel kräftigeres Gerät, als an stehenden Gewässern, wie Teichen und Seen. Die nächste Frage, welche man sich stellen muss ist, ob es Hindernisse gibt von denen ich den Fisch fernhalten muss. Als Hindernis gilt auch etwa die Hauptströmung eines reißenden Flusses! Angeln wir also in einem der großen Ströme auf Wels nahe eines im Wasser liegenden Baumes, dann kann die Rute gar fast gar nicht stark genug sein. Fische ich in einem Hindernisfreien See auf Wels und es sind keine 2m Fische zu erwarten, dann langt auch schon eine ordentliche Karpfenrute mit 3,5lbs. Biegekurve.

Ein „Maß“ für Rutenstärke das Wurfgewicht

Das Wurfgewicht bietet einen Anhaltspunkt wie stark eine Rute ist. Deshalb hier in Angaben in Wurfgewichten. Es ist bei weitem nicht das einzige Kriterium für die Rutenstärke in diesem Artikel sind noch weitere!

Die folgende Liste ist als Beispiel zur Orientierung zu sehen und hat keine Allgemeingültigkeit! Viel mehr soll sie einen Anhaltspunkt geben und den typischen Einsatzzweck anzeigen. Wichtig ist natürlich auch noch das Köder und Blei Gewicht, welches man anpeilt. Auch die Angaben in Wurfgewicht für z.B eine Ultraleichte Spinnrute sind keineswegs in Stein gemeißelt. WG = Wurfgewicht

Spinnruten

  • Ultraleichte Spinnruten (0,5-12g WG) Forelle und Barsch;
  • Leichte Spinnrute (5-25g WG) Forelle, Barsch, Eingeschränkt auch Hecht und Zander;
  • Mittlere Spinnrute (30-80g WG) Großforelle, Hecht, Zander;
  • Schwere Spinnrute (90-200g WG) Hecht, Wels;
  • Wels Spinnrute (200g + Wurfgewicht) Wels;

Grundruten

Grundruten zu klassifizieren ist eine ecke schwerer, da Karpfenruten nicht mit Wurfgewicht angegeben werden, sondern mit den Gewichten, mit denen eine gewisse Biegekurve erreicht wird. Es gibt also eine gewisse Uneinheitlichkeit in der Deklarierung.

  • Leichte Grundrute (20-50g WG) 1,5 lbs. Schleie, Forelle, Barsch, Zander, Aal, Hecht und Karpfen (eingeschränkt)
  • Mittlere Grundrute (40-80g WG) 2,5 lbs. Karpfen, Aal, Hecht, Zander
  • Mittelschwere Grundrute (80-150g WG) 3,5lbs Hecht, Wels (eingeschränkt)
  • Schwere Grundrute (150-300g WG) Hecht, Wels

Die Typische Wels Grundrute hat 300-600g Wurfgewicht oder sogar etwas mehr!

Einige Empfehlungen von Top Karpfen und Allroundgrundruten gibt es hier >>

Feederrute

Weitere Ruten zum Grundangeln ist die sogenannte Feederrute zum Angeln mit dem Futterkorb. Bei ihnen dient die Spitze als Bissanzeiger und sie können recht schwere Gewichte werfen. Ein gefüllter Futterkorb wiegt nämlich schon einiges. Diese Eigenschaften werden erreicht, indem Glasfaserspitzen verbaut werden, die all dies möglich machen. Übliche Längen sind auch hier so um die 2,4-3,6 Meter.

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Feederruten bis zur Xtra Heavy Feederrute für den Rhein und andere Ströme. Die Spitzen sind meist auswechselbar und oft das Teil, welches öfter mal bricht, weshalb man auch Problemlos universelle Wechselspitzen günstig kaufen kann.

Picker Rute

Die kleine Schwester der Feederrute ist die Picker Rute oder auch Winklepicker (oft auch falsch als Winkelpicker geschrieben!)  genannt. Das sind Ruten mit denen man ebenfalls auf Grund angelt aber ohne zu schweren Futterkorb. Wurfgewichte sind üblicherweise bis 40g, auch wenn es Pickerruten bis 80g existieren. Die Übliche Länge ist ähnlich, wie bei der Feeder Rute nämlich 2,4-3m. Die Spitze ist ebenfalls Farblich abgesetzt, um den Biss deutlicher zu erkennen. Üblicherweise werden diese Ruten ausschließlich für Seen, Teiche oder auch Kanäle sowie jegliche anderen still bis stilleren Gewässer verwendet. Für alles andere ist die Feederrute da.

Posenruten

Auch speziell zum Posenangeln gibt es eine Menge verschiedener Ruten übliche Charakteristika sind eine sehr weiche Aktion, damit man eien Posenmontage und feine Köder auswerfen kann, ohne das sich diese beim Wurf verabschieden. Was wohl aber genauso wichtig ist, ist die Rutenlänge. Denn eine Posenmontage kann durchaus mal einige Meter lang sein und entsprechend sind Float Ruten oft um die 3m oder länger. Üblich sind auch recht leichte Wurfgewichte

Eine andere Sache ist es natürlich, wenn ich auch große Fische wie Hecht oder Karpfen angeln möchte, dann sind kräftigere Ruten angesagt.

Die Richtige Rute für den Fisch

Spinnruten

Hier eine Tabelle mit den Beispielhaften Eigenschaften für unsere Raubfische. Natürlich muss man unterscheiden, ob man im reißenden Fluss und bei starker Strömung angelt, oder am ruhigen See. Wie schon erwähnt kommt es nämlich beim Wurfgewicht und der Länge entscheidend auf das Gewässer an und ob ich vom Ufer oder vom Boot angel.

Spinnrute auf..RutenstärkeAktion / BiegekurveLänge (Meter)übliches Wurfgewicht (in Gramm)Beispiele/Tests /Empfehlungen
ZanderMSpitzenaktion2,6-315-40 für den See oder leichte Strömung bis
40-80 für Starke Strömung und alles dazwischen....
Übersicht auf Angeltests.de >>
HechtM-XHSpitzenaktion bis Semiparabolisch2,4-315-120Übersicht auf Angeltests.de >>
BarschUL-LMittlere (Semi- Parabolisch) bis Spitzenaktion2-2,60,5-25
ForelleUL-LParabolisch bis Semiparabolisch2-30,5-25Übersicht auf Angeltests.de >>
See- und MeerforelleL-MSemiparabolisch 2,7-3,210-60Übersicht auf Angeltests.de >>
WelsXH-XXH (auch als UH bekannt)Semiparabolisch2,4-380+

 

Außerdem noch meine Empfehlungen für:

  1. Reiseruten >>
  2. Teleskopruten >>

 

 

Wurfgewichtsangabe auf Angelrute
Bei den meisten Ruten sind Informationen zum Wurfgewicht und der Rutenlänge aufgedruckt.

Die Rutenlänge

Länge: Die Rutenlänge ist eine der wichtigsten Eigenschaften einer Angelrute egal ob Spinnrute oder Karpfenrute. Wie lang eine Rute sein sollte kommt ganz auf die Angeltechnik und den Zielfisch an. Generell sind vom Boot eher kurze Ruten zu empfehlen, während vom Ufer längere Ruten wünschenswert sind. Die Rutenlänge hat einen großen Einfluss auf die Wurfweite. Natürlich wird auch die Transportlänge hochgehen, wenn eine Rute länger ist. Ruten werden mit steigender Länge auch deutlich schwerer und meist auch teurer. Generell sind für das Uferangeln mit Spinnruten Ruten von 2,7-3,3 m zu empfehlen und für das Bootsangeln meist Ruten um die 2 m. Pilkruten dürfen auch 3 m sein. Ruten zum Ansitzangeln dürfen dagegen deutlich länger sein und 3,6 m sind bei Karpfenruten der Standard.

Die Rutenlänge ist auch dafür entscheidend wie lange ein Vorfach oder eine Montage sein kann. Beim Forellenangeln am Forellensee und beim Fischen mit Spirolinos sind lange Vorfächer gefragt, deshalb sind Ruten für diesen Einsatzzweck auch manchmal 4m lang.

Griffmaterial

Das Griffmaterial ist eher Geschmackssache. Es gibt vornehmlich zwei verschiedene Materialien Kork und EVA. Beide Materialien gibt es in verschiedenen Preiskategorien und bei teuren Ruten wird meist besseres Material verbaut. Für mich persönlich ist das Griffmaterial kein wichtiges Kaufkriterium. Mit der Ausnahme, dass sich bei Salzwasser EVA Material bewährt hat. Dieses lässt sich einfach besser abwaschen und ist Salzwasserbeständiger. Salzwasser kann auch in den Kork eindringen und somit können sich Salzkristalle dort absetzen. Trotzdem gibt es auch Meeresruten mit Korkgriff, was auch ok ist, wenn die Qualität stimmt! Unsere Angelruten nehmen ja nicht täglich Vollbäder im Salzwasser. Für tropische Länder empfehle ich aber dringend EVA Griffmaterial, denn Kork kann dort schimmeln, was bei uns eher nicht der Fall ist.

Die Grifflänge

Grifflänge: Der Rutengriff ist in erster Linie ein Hebel zum werfen und zum drillen. Er verteilt außerdem den von uns ausgeübten Druck beim Drill auf eine größere Fläche des Blanks. Deshalb ist es oft eine schlechte Idee beim Drill den Griff zu übergreifen und die Rute am Blank festzuhalten. Es droht bei starker Belastung der Bruch der Rute. Die Grifflänge spielt insofern eine Rolle, als das jeder selber wissen muss, ob er eher kurze oder lange Rutengriffe mag und wie diese verteilt sind. Trotzdem kann man festhalten, dass Bootsruten zumindest außerhalb von Big Game eher kurze Griffe haben sollten. Das gilt vor allem auf Kajaks und Belly Booten sonst sind die Griffe nur im Weg. Für den Uferangler darf auch der Griff länger sein, denn der Hebel wird für weitere Würfe gebraucht.

Das Wurfgewicht

Wurfgewicht: Das Gewicht unseres Köders und der gesamten Montage wie etwa Blei, Futterkorb etc. bestimmt das benötigte Wurfgewicht. Das optimale Wurfgewicht einer Rute liegt oft im Mittelfeld der angegebenen Tolleranz. In der Regel wird aber auch die Ober und Untergrenze noch gut geworfen. Manche Hersteller neigen dabei auch zu Über- und Untertreibungen.

Penn Slammer stick SW reiserute
Reiseruten und Teleskopruten haben eine kurze Transportlänge

Die Transportlänge

Transportlänge: Die Transportlänge spielt ebenfalls eine Rolle. Nicht jeder Angler hat einen Combi oder gar einen Van. Angelruten sollten noch gut transportiert werden können. Für alle die kurze Transportlängen bevorzugen gibt es auch Reiseruten mit sehr kurzem Packmaß oder aber Teleskopruten mit kurzem Packmaß. Für beide Rutentypen habe ich eine Übersicht mit Empfehlungen geschrieben. Einfach auf den Link klicken.

Gewicht einer Rute

Das Gewicht einer Rute ist vor allem für das Spinnfischen wichtig, wenn man eine Rute den ganzen Tag in der Hand hält machen 50 g schon einen Unterschied. Deshalb gilt für das Spinnfischen das Rutengewicht als Qualitätskriterium. Leichtere Ruten herzustellen ist auch etwas teurer. Für das Ansitzangeln spielt das Gewicht eine eher untergeordnete Rolle. Wenn die Rute nur im Drill und zum werfen in die Hand genommen wird ist es unwichtig wie schwer die Rute ist.

Rutenringe

Ein Dreistegring und ein Zweistegring im Vergleich
Ein Dreistegring und ein Zweistegring im Vergleich

Rutenberingung: Die Rutenringe müssen in einer Linie am Blank angebracht sein. Die Rutenringe sind zum einen ein Kostenfaktor für den Hersteller und auch deren anbinden und fixieren kostet Geld und ist Präzisionsarbeit. Je mehr Ringe eine Rute hat desto teurer und hochwertiger wird sie. Bei den Rutenringen gibt es verschiedene Einlagen. Billige Ruten haben eventuell überhaupt keine Einlagen und sind aus Metall oder aber sie sind aus Kunststoff. Geflochtene Schnüre schneiden nach einer weile Kerben in diese Materialien, was wiederum die Schnur beschädigt und diese schnell reißen kann. Moderne Ruten sind aber ausnahmslos mit hochwertigen Rutenringen aus SiC das sind Siliziumcarbide eine art Keramik ausgestattet, die keine Schäden von geflochtenen Schnüren bekommen. Auch LTS Ringe sind widerstandsfähig.

Wichtig für das Salzwasserangeln ist, dass die Rutenringe Salzwasserbeständig sind.

Der Leitring

Der erste Rutenring vom Griff aus gesehen ist der Leitring. Der Leitring ist meist deutlich größer, als die anderen Rutenringe. Der Letzte Rutenring an der Spitze wird logischer weise Spitzenring genannt. Es gibt unterschiedliche Formen von Spitzenringen einige sind extra dafür ausgelegt, dass sich die Schnur nicht so schnell an diesem Ring verfängt sie haben seitlich abgerundete Stege.

Rutenring Arten

Dreistegiger Leitring Daiwa Megaforce
Dreisteg Ringe sind stabiler und weniger empfindlich.

Bei Rutenringen muss man noch zwischen Einsteg, Zweisteg und Dreisteg Ringen unterscheiden. Der Unterschied ist vor allem die Stabilität und das Gewicht. Ruten für schweres Angeln z.B auf Wels haben meist Dreistegringe. Ich persönlich finde Zweistegringe meist am besten, da sie einerseits sehr stabil sind und sich, ganz wichtig, nicht leicht verbiegen lassen. Einstegringe verbiegen gerne und beim Zurückbiegen entstehen Schwachstellen, welche auch gerne mal brechen. Natürlich ist es bei leichten Ruten normal Einstegringe zu verbauen. Der Leitring ist bei den meisten Ruten ein Dreistegring.

Micro Ringe (Micro Guides) sind ein neuer Trend vor allem für Ultralight Ruten durch geringeren Materialeinsatz sinkt das Gewicht. Mir persönlich gefallen diese Ringe nicht so gut, da die Wurfweite unter den dünnen Ringen leidet.

Rutenringe austauschen ist meist relativ leicht. Am besten ist es, wenn man nur die Einlagen austauschen muss. Ich werde noch einen Artikel zum Thema Rutenreperatur schreiben.

Mein Tipp: Ich überprüfe nach dem Kauf, aber auch sonst in regelmäßigen Abständen meine Ringeinlagern auf Beschädigungen. Diese können neben Einschleifungen auch Risse haben.

 

Materialien von Angelruten

Viele Ruten bestehen sowohl aus Glasfaser als auch Kohlefaser und profitieren von beiden Materialien. Solche Ruten werden auch Composit Material Ruten genannt.

Glasfaserruten

Glasfaser: Die spitze von vielen Ruten ist meist ein Compositmaterial aus Carbon und Glasfaser. Bei einigen Rutentypen wie Feederruten oder der berühmten Ugly Stick Rutenserie ist die Spitze meist aus Glasfaser, da nur Glasfaser den Belastungen standhält und gleichzeitig relativ weich ist. Auch Big Game Ruten bestehen hauptsächlich aus dem deutlich solideren Glasfasermaterial.

Der Vorteil von Glasfaserruten ist also einerseits der Preis, andererseits auch die Stabilität.

Der große Nachteil von Glasfaser ist vor allem das deutlich höhere Gewicht gegenüber Kohlefaserruten und die oft sehr schwabbelige Aktion. Ein weiterer Nachteil ist das Glasfaser altert und mit der Zeit porös wird und leichter brechen kann. Dieser Effekt tritt aber erst nach vielen Jahren auf.

Kohlefaserruten

Die Bezeichnung IM X z.B IM 12 stammt ursprünglich von der Firma Balzer und ist eine Marketingbezeichnung. Andere Angelgerätehersteller haben diese Bezeichnungen übernommen. Für eine IM 7 Rute wurden die Kohlefasermatten unter geringerem Druck gepresst, als bei einer IM 7 Rute. Das hat maßgebliche Auswirkungen auf die Ruteneigenschaften. IM 7 Ruten sind robuster, weicher und damit auch günstiger, als IM 12 Ruten. Letztere sind dann etwas „spröder“ dafür deutlich härter, schneller und deutlich teurer. Der Materialverbrauch von teuren Kohlefasermatten ist bei Ruten, die mit hohen Gewichten in Tonnen gepresst wurden deutlich höher und nur wenige Hersteller können wirtschaftlich Rutenblanks mit hoher Dichte herstellen.

Die Kohlefaserblanks, aus denen Ruten hergestellt werden stammen meist aus Japan und werden nur von wenigen Herstellern hergestellt. Es gibt auch einige Hersteller außerhalb von Japans auch die Kohlefasermatten werden meist dort hergestellt. Die selben Matten haben übrigens auch Anwendung in der Rüstungsindustrie und der Export dieser Kohlefasermatten ist deshalb etwas heikel.

 

Die Richtige Rutenpflege

Angelruten brauchen im Vergleich zu Angelrollen relativ wenig Pflege. Nach einem Salzwassereinsatz oder Sandkontakt ist es aber gut seine Rute gründliche mit Wasser zu reinigen. Gerade bei Teleskopruten und Steckverbingeungen können sich Sandkörner einfressen und beschädigen die Rute.

Ein Messerfisch im Drill.
Im Drill zeigt sich, was eine Rute kann.

Aktion, Biegekurve, Rückstellgeschwindigkeit

Bei der Rutenaktion gibt es drei Eigenschaften. Die Rückstellgeschwindigkeit, die Rutenstärke und die Rutenaktion. Die Rutenaktion ist etwas absolut entscheidendes hier gibt es große Unterschiede zwischen Angelruten und die Aktion sollte auf den Zielfisch und die Angelmethode abgestimmt sein.

Bei vielen Ruten wird vom Hersteller zumindest die „Rutenstärke“ angegeben von der Rückschlüsse auf die anderen beiden Eigenschaften möglich sind. Die Rutenstärke geht von UL für Ultraleicht bis hin zu XH für Xtra heavy. UL Ruten sind etwas für Barsche und Forellen oder sogar Weißfische, während XXH Ruten dann für tropische Salzwasserräuber sind. Auch eine Jerkrute für Hecht kann eine XH Aktion haben. Dazwischen gibt es noch eine Mittlere Aktion M und allerlei zwischenformen.Im englischen wird das ganze rod power genannt und gibt weiterhin Rückschlüsse über das Wurfgewicht.

Zunächst einmal zur Rutenaktion: diese bestimmt wie weit sich unsere Rute unter Belastung biegt dabei gibt es drei Grundtypen

Parabolische Aktion: Die Rute biegt sich unter Belastung bis in den Griff. Solche Ruten sind klassische Salmonidenruten also für Lachs und Forellen.

Semi Parabolische Aktion: Die Rute biegt sich unter Belastung bis in die Mitte. Typische Spinnruten haben oft eine Semi Parabolische Aktion oft verbunden mit einer ML Rutenstärke

Spitzenaktion: Solche Ruten biegen sich erst einmal nur in der Spitze natürlich biegen sie sich auch unter sehr starker Belastung auch weiter. Typischer weise werden solche Ruten für die Gummifischangelei auf Zander, das Pilken und für Popper verwendet.

Sehr wichtig ist auch die Rückstellgeschwindigkeit, denn diese gibt an wie schnell sich die Rute wieder nach einer Belastung gerade biegt. Es gibt einen direkten Zusammenhang mit der Rutenstärke. Es braucht mehr Kraft um eine Rute mit hoher Rückstellgeschwindigkeit gebogen zu halten. Im Englischen spricht man auch von taper. Es gibt fast taper Ruten das sind also Ruten mit hoher Rückstellgeschwindigkeit und Ruten mit einem slow Taper, also langsamer Rückstellgeschwindigkeit.

 

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