Angeln im Urlaub

Angeln an der Oder Bericht und Tipps

Zahlreiche Buhnen so wie viel unberührte Natur kennzeichnen die Oder.

Die Oder ist ein  sehr fischreicher Fluss mit recht niedrigem Angeldruck. Dennoch springen einem auch hier nicht die Fische in den Kescher und es braucht schon gute Bedingungen, um wirklich erfolgreich zu sein. Ich war eine Woche vor Ort , habe an der Oder Angelurlaub gemacht und Berichte euch  wie es mir ergangen ist. Außerdem habe ich alle wichtigen Tipps und Tricks für die Oder zusammengesucht.

Zunächst einmal zu den harten Fakten und weiter unten findet ihr dann meinen Bericht, in dem auch einige Informationen stecken,

Angelerlaubnis für die Oder

Die Angelerlaubnis für die Oder gibt es an Zahlreichen Verkaufsstellen und auf jeden Fall in jedem Angelgeschäft entlang der Oder. Die „Große Oderkarte“ gibt es für Fischereischeininhaber derzeit für rund 30€ und es darf nahezu  das gesamte deutsche Ufer, sowie zahlreiche Altwasser und Polder befischt werden. Mit der Karte ist das Nachtangeln erlaubt. Mehr Infos und Bestimmungen stehen auf der Karte.

Fischarten an der Oder

Es gibt immer mehr Hechte in der Oder.

Ganz klar die Oder befindet sich im Wandel und so sagt der immer sauber werdende Fluss dem Zander längst nicht mehr so zu wie früher. Dennoch kann man auch ihn und eine große Vielzahl weiterer Fische überlisten. Nimmt man noch die vielen Polder, Altarme und weiteren Gewässer in nächster Umgebung mit rein, kann man eigentlich fast jeden Süßwasserfisch  den es in Deutschland gibt überlisten. Dennoch die für uns Angler am interesanntesten Sportfische sind ganz klar Zander, Wels , Hecht und Rapfen. Weiterhin gilt die Oder als sehr guter Quappenfluss und Neben Barben und Döbeln findet man auch einen guten Barschbestand. In den Altarmen sind dann auch Karpfen und vor allem viele Schleien unterwegs. An weiteren Friedfischen kann man auf Rotaugen und Brassen angeln.

Die richtigen Bleikopfgrößen für die Oder

Grüner Gummifisch mit Bleikopf auf Stein
Eine top Gummifischfarbe am 10g Bleikopf langt das für die wenig Strömenden Berreiche.

Bei normalen Pegel sind Bleiköpfe von 14-20 Gramm gefragt. Bei Niedrigwasser, wie ich es vorfand kommt man entlang der Strömungskante auch meist noch mit 10 Gramm Jigköpfen auf den Grund.

Generell ist die Oder deutlich Anglerfreundlicher als der Rhein oder  die Elbe und Hänger halten sich im sandigen Boden stark in grenzen. Solange man nicht voll in die Steinkante an den Buhnen zieht. Zum vergleich ich hatte in 4 Tagen Dauerangeln nur 2 Abrisse. Fast alle kleineren Hänger ließen sich Freischnalzen.

Die besten Gummifischfarben an der Oder

Ein Blick in die Gummifischsortimente der lokalen Händler sagt eigentlich schon alles. Grün und Weiß (auch Perlweiß) sind hier ganz hoch im Kurs. Natürlich kann man auch experimentieren und sich an die Witterungsbedingungen anpassen. Dennoch macht man mit diesen zwei Farben schon einmal nichts falsch.

Angeln auf Zander an der Oder

Hier kann ich mich über einen schönen Zander freuen. Leider nicht an der Oder .

Auch wenn  der Bestand sinkt, so ist die Oder schon traditionell ein guter Zanderfluss und ein Versuch kann sich immer lohnen. Die Zander hier lieben wie schon unter Gummifischfarben geschrieben grüne und weiße Gummis. Es darf auch gerne ein Mix aus beiden Farben sein.

Gute Spots sind dann meist die tieferen Buhnen.  Es lohnt sich auch nachzuschauen, in welchen Buhnen sich viel Kleinfisch aufhält und diese vermehrt abzufischen oder gar einen Ansitz zu wagen.

Aufgrund des guten Hechtbestandes lohnt sich immer der Einsatz eines Stahlvorfachs oder besser noch ein 60-80cm langes Fluorocarbonvorfach ab 0,65mm  das schützt dann beim faulenzen auch sehr gut vor scharfkantigen Steinen in Bodennähe.

Angeln auf Hecht an der Oder

Der Hechtbestand ist auf dem Vormarsch und den schönen Raubfischen geht es immer besser im klarer werdenden Fluss. Auch an natürlichen Laichmöglichkeiten mangelt es im vergleich zu vielen anderen Gewässern nicht.  Die Hechte lassen sich gut mit schlanken Köderfischen fangen und sind häufiger Beifang beim Jiggen oder faulenzen auf Zander.

Häufig anzutreffen sind die Hechte in den ruhigeren Bereichen im Buhnenschatten. Ist die Oderströmung  aber mal besonders schwach stehen die Hechte direkt

Mit einem Tauwurmbündel und U-Pose kann es auf die vielen Welse gehen.

Angeln auf Wels an der Oder

Die Oder ist wohl einer der Flüsse Deutschlands mit dem besten Welsbestand. Nachts kann man die großen Raubfische am Buhnenkopf und im Flachwasser rauben hören. Ein Ansitz lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man wie überall erst einmal geeignete Buhnen finden muss. Hat man eine gefunden und das Thermometer zeigt über 15°C ? Dann kann es losgehen. Es gibt aber auch Spezies die ausschließlich im Winter auf Wels angeln und das auch erfolgreich, denn nun rauben fast nur noch die großen.

Bericht so ist es mir ergangen

Einer der schönsten Fische meiner Angeltour – ein 43cm Barsch!

Ich war eine Woche lang an der Oder angeln was das Zeug hält, dabei habe ich  mich hauptsächlich den Raubfischen verschrieben und es vor allem Tagsüber mit Gummifisch auf Zander versucht. Nachts habe ich dann entweder auf Wels mit Tauwurmbündel geangelt oder aber bin auf Zanderpirsch mit dem Wobbler gegangen. Leider war im Oktober bisher ein sehr niedriger Wasserpegel und die Zander zeigten sich allgemein zickig. Genaugenommen habe ich von keinem einzigen Fang gehört. Gut möglich  das sie sich für uns Angler unerreichbar in die Hauptströmung begeben haben.

Welse habe ich vor allem abends aber auch die ganze Nacht durch selbst bei 10°C  Wassertemperatur noch rauben sehen und gehört. Daher kann ich den wirklich guten Welsbestand in der Oder bestätigen.Trotzdem wollte mir auch keiner dieser Jungs ans Band

Anders sah es dann mit den Hechten aus, denn die haben sehr gut gebissen und hielten sich bei dem niedrigen Pegel oft nahe der Strömungskante auf. Die meisten Hechte gingen als Beifang beim Zanderangeln ans Band. Deshalb habe ich auch immer Hechtsicher gefischt und ein dickes Fluorocarbon Vorfach benutzt.

Immer für eine Überraschung gut

Das die Oder wie schon oft gelesen immer mal für eine Überraschung gut ist habe dann auch ich festgestellt, So ging mir  beim faulenzen auf Zander ein 43cm Barsch ans Band darüber kann man sich schon mal sehr freuen. Das der Barschbestand ebenfalls recht gut ist sieht man an den vielen Jungbarschen, welche sich nachts zwischen den Steinpackungen verstecken. Dennoch hätte ich nicht mit einem so schönen Fisch gerechnet. Somit hatte die Oder auch für mich eine Überrschung parat.

Bei Niedrigwasser kommen die Sand und Muschelbänke zum vorschein.

Buhnen so  weit das Auge reicht – Die „guten“ finden

Die Oder ist komplett gespickt mit Buhnen und nicht jede Buhne ist gleich. Genaugenommen ist jede Buhne ein Unikat und unterscheidet sich meist stark von den Nachbarbuhnen. So gilt es dann auch die Fischbringenden guten Buhnen zu finden, welche zum Beispiel tiefe , ausgepülte Löcher aufweisen. Wie überall liegen oftmals gute Buhnen in der Außenkurve  und haben eine stark ausgeprägte Strömungskante.

Auf Entdeckungstour

Nachts  wenn man mal nicht angeln möchte, denn so verscheucht man viele Fische habe ich auch ein paarmal, wenn

Einer der vielen kleinen Polder und Altarme – auch hier gibt es überall Fisch.

ein Spot abgefischt war mit der Kopflampe ins flache Wasser geleuchtet und die vielen kleinen  und Jungfische bestaunt, welche zwischen den Steinritzen Deckung vor den Raubfischen suchen. Hier sieht man auch mal die Artenvielfalt. Auch viele Bachflohkrebse und eingewanderte Schwebegarnelen sind zu sehen. Fischnährtiere sind also zuhauf zu finden ebenso wie der ein oder andere richtige Krebs,

Auch wenn man einfach mal mit der Stippe oder leichten Posenrute loszieht und mit Maden angelt kann man viele verschiedene Arten fangen und hier ist dann auch Vorsicht geboten und man sollte den Unterschied zwischen einem jungen Rapfen und einer jungen Laube erkennen. Ebenso finden sich auch junge Döbel und diese haben genau wie der Rapfen ein Schonmaß an der Oder.

Die Natur an der Oder ist wirklich bezaubernd. Selbst Eisvögel fühlen sich hier wohl und ich konnte einige beobachten.

Auch für Gelegenheitsangler ohne Angelschein und für die ganze Familie

In Brandenburg gibt es den  Friedfischangelschein damit dürfen auch Menschen ohne Fischerprüfung und Fischereischein Angeln gehen. Wie der Name schon sagt dann auch nur auf Friedfische und mit ein paar weiteren Einschränkungen.

Man kann rund um die Oder nicht nur Angeln, sondern auch vielen anderen Aktivitäten unternehmen. Das Radfahren entlang der Oderdeiche oder andere Wassersportarten wie Kajaken erfreuen sich großer Beliebtheit.

Fazit

Auch an der Oder muss man erst einmal die Fische finden und nicht jeder Fisch ist immer so leicht fangbar. Als Schneider muss man dennoch selten heimgehen und ein guter Fang ist immer möglich.

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Chris

Seit über 20 Jahren völlig angelverrückt und absoluter Allrounder. Mehr Infos über mich und die Website sind in der Seitenleiste verlinkt.

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