Einfach angeln: Posen und Posenmontagen

Eine der einfachsten Methoden zu angeln ist mit einer Posen- oder Schwimmermontage sie ist vielseitig einsetzbar und einfach aufzubauen. Montagen mit Schwimmern, Zapfen oder wie auch immer sie in deiner Region genannt werden können, richtig eingestellt sehr feine Bissanzeiger sein. Außerdem ist der Moment, wenn der Schwimmer untergeht und einen Biss ankündigt unvergleichlich beim angeln! In diesem Beitrag möchte ich die Basics erklären und auf Vor- und Nachteile eingehen.

So Angelt man mit Posen (Schwimmern)

Kleines Praxisvideo von mir: ich habe hier ein kleines Video erstellt, in dem ich kurz Montage ausloten etc. erkläre und auch ein paar Fische fange. Das ist mein erstes Video und noch nicht ausgereift. Ich gebe mir mühe, dass alles besser wird.

 

Eine Bleischrotbox ist hilfreich.
Eine Bleischrotbox ist hilfreich, um fein auszubleien.

Richtig ausbleien

Bevor deine Montage einsatzbereit ist. Muss man sie erst einmal ausbleien, das heißt es muss genug Blei unterhalb vom Schwimmer auf der Hauptschnur oder auf dem Vorfach sein, damit sich der Schwimmer aufrichtet. Optimal ausgebleit ist der Schwimmer dann, wenn nur die Spitze oder ein kleiner Teil vom Schwimmer aus dem Wasser schaut.

Man kann eine Schwimmermontage auch mit absicht überbleien, das heißt mehr Blei auf die Schnur machen, als der Schwimmer eigentlich trägt und dann das letzte Bleischrot, welches den Schwimmer gerade zum untergehen bringen soll auf Grund liegen lassen. Die Montage muss dann perfekt ausgelotet sein, so das der Abstand vom Schwimmer zum letzten Bleischrot der Gewässertiefe entpricht und der Schimmer doch noch aus dem Wasser herausragt. Ein Biss kündigt sich dann eventuell durch ein hinlegen des Schwimmers auf die Wasseroberfläche an.

Die Gewässertiefe Ausloten

Das Ausloten ist nicht immer nötig aber meist hilft es doch genau zu wissen wie tief das Wasser an der Angelstelle ist. In meinem kleinen basic Video sage ich z,B auch wie man einfach ausloten kann, ohne ein Lotblei kaufen zu müssen. Auch wenn spezielle Lotbleie einfach zu handhaben sind, diese werden etwa auf den Haken geklemmt überbleien die Pose so, dass sie untergeht. Außer natürlich das Lotblei ist auf dem Grund. Dann hat man die Gewässertiefe  herausgefunden. Diese Beträgt dann die Distanz von Posenstopper bis zum Lotblei.

Die Methode dazu scheint erst einmal kompliziert, ist aber ganz einfach!  Man verschiebt die Pose bei einer festgestellten Pose oder eben die Stopper bei einer frei auf der Hauptschnur laufenden Montage nach oben oder unten, bis die Pose aus dem Wasser schaut. Nun weiß man genau wie tief das Wasser ist.

Als Beispiel: Falls die Pose beim Loten trotz Überbleiung nicht untergeht, muss die Pose flacher eingestellt werden also der Stopper oder die Pose muss näher zum Vorfach, bis die Pose eben aufrecht im Wasser steht.

Extra Tipp: Um schnell und erfolgreich sehr tiefes Wasser oder auch weiter draußen auszuloten kann man sich eine Lotmontage bauen. Das geht folgendermaßen man fädelt ein Freilaufendes Blei auf die Hauptschnur z.B ein 50 oder 80g Blei ans Ende der Hauptschnur wird nun ein Schwimmer mit Hoher Tragkraft geknotet z.B eine Hechtpose mit 12g aufwärts. Nun wirft man aus und kurbelt bis der Schwimmer am Blei ankommt. Nun gibt man Schnur, bis der Schwimmer an der Oberfläche auftaucht. Am besten Markiert man sich dafür an der Rute genau einen Meter und gibt immer wieder genau einen Meter Schnur. Nun weiß man genau wie tief es ist!

 

Vor und Nachteile von Posenmontagen

Einmal kurz die Vor und Nachteile von Schwimmern aufgezählt:

+ Sehr feine Bissanzeige möglich

+ Fische spüren kaum Widerstand

+ Angeln im Mittelwasser gut möglich

+ richtig eingestellt ist fast hängerfreies Angeln möglich

+ perfektes angeln im Mittelwasser möglich

– Ausloten nötig

– keine weiten Würfe

– verhedderungen beim Auswerfen möglich

Eine einfache Posenmontage

einfache Posenmontage
Eine einfache, aber fängige Posenmontage.

Posenmontagen müssen nicht kompliziert sein. Hier ein einfaches aber erfolgreiches Beispiel für eine Durchlaufpose:

  1. Zunächst kommt der Stopper auf die Hauptschnur
  2. Darauf folgt die Durchlaufpose
  3. Anschließend kommt auch noch das Haupt-Blei auf die Hauptschnur
  4. Nun wird ein Wirbel auf die Hauptschnur geknotet…
  5. … An dem dann das Vorfach mit Haken befestigt wird. An das Vorfach können auch noch Bleischrote geklemmt werden

Verschiedene Schwimmerarten vorgestellt

Es gibt mittlerweile eine gigantische Anzahl an verschiedenen Posen und für fast jede Situation und Gewässer gibt es Spezialposen. Ob vorbebleite Waggler oder Unterwasserpose: alle kann ich hier leider nicht vorstellen, aber doch ein paar Grundtypen. Ich werde die Liste im laufe der Zeit noch weiter aktualisieren.

Die Posengröße bzw. die Tragkraft sollte an die Zielfischart und Methode angepasst sein. Auf Rotaugen oder Lauben verwende ich gerne Posen um die 1g oder sogar darunter, während auf Hecht mit Köderfisch auch mal dicke 20g Schwimmer die richtige Wahl sein können. Auf vorsichtige Zander wiederum nehme ich immer gerne eine sehr schlanke längliche Pose, welche wenig Wasserwiderstand hat mit einer Tragkraft die zur benötigten Bebleiung passt also meist um die 5-12g.

Durchlaufpose vs. Feststellpose

Es gibt Posen die Frei auf der Hauptschnur gleiten können (bis zum Stopper) das sind Freilaufposen. Diese werden in der Regel von einem Silikonstopper oder einem Fadenstopper gestoppt. Der Vorteil: man kann seine Montage tiefer einstellen, als die Rute lang ist. Bei Feststellposen ist das nicht der Fall diese werden fest auf die Schnur geklemmt etwa durch Gummis oder einen Stopfen an Ort und Stelle gehalten. Solche Posen werden dann entweder für sehr kurze Montagen verwendet oder für das Stippangeln mit Bolognese oder Kopfrute.

verschiedene Posenformen
Posenformen gibt es viele

Die richtige Pose für den Fluss

Für Flüsse gibt es etwa für Friedfische spezielle Lutscherposen, welche seitlich abgeflacht sind und so wenig Strömungswiderstand bieten. Meist haben Posen für den Fluss eine längere Antenne und einen rundlichen einzelnen Schwimmerkörper.

Die richtige Pose für Stillgewässer

Für Stillgewässer sind schlanke Modelle die erste Wahl. Der Posenkörper verteilt sich auf die ganze Pose und sie bietet dem Fisch wenig widerstand beim Biss. Waggler sind ein solches Beispiel oder etwa Stachelschweinposen.

Posen für das Meer bzw. für Wellengang

Hier haben sich eher dickbäuchige Ovale Formen etabliert. Sie bleiben relativ zuverlässig an der Oberfläche. Die klassischen Styroporposen sind ein Beispiel dafür.

 

Ausrüstung zum Posenangeln

Eine besondere Ausrüstung braucht es nicht, um mit der Pose erfolgreich zu sein. Jedoch sind möglichst lange und eher weiche Ruten von Vorteil, um auch lange Posenmontagen gut werfen zu können. Die Rolle wird einfach an die Zielfischart angepasst. Auch Schnur braucht es keine besondere.

 

Techniken zum Angeln mit der Pose

Hier möchte ich ein paar speziellere Techniken zum angeln mit Posen und Posenähnlichen schwimmkörpern vorstellen.

Schleppen

Für „schleppangeln“ braucht man nicht unbedingt ein Boot. Klassicherweise wird diese Mehthode am Forellenteich angewendet, ist aber auch am Natursee erfolgreich. Dabei wird einfach die Montage ausgeworfen und langsam eingekurbelt quasi Spinnfischen mit der Pose. Ich persönlich suche so gerne größere Gewässerabschnitte ab. Meine Variante für Naturseen ist es den Schwimmer immer wieder zu versetzten, dabei spielt der Köder aufreizend auf und ändert kurz seine Wassertiefe. Das kann auch Bisse auslösen „wenn der leckere Köder plötzlich abhaut“.

Wasserkugel mit Wasser
Eine halb gefüllte Wasserkugel. Man sieht die Stöpsel sehr gut.

Oberflächenangeln mit Wasserkugel

Wasserkugeln sind eine Sonderform eines Schwimmers. Sie können mit Wasser aufgefüllt werden, bis zum gewünschten Gewicht. Meist wird keine extra Bleibeschwerung verwendet. Außerdem sind sie oft relativ unauffällig oder sollen es zumindest sein. Einsatzgebiet ist vor allem das Oberflächenangeln z.B mit Schwimmbrot. Kein Blei zieht das Schwimmbrot oder die Brotkruste unter Wasser. Trotzdem ist weites Werfen möglich.

Wo erlaubt sind Wasserkugeln auch ein Instrument um lebende Köderfische sehr unauffällig  und Oberflächen nah anzubieten.

 

Weiterführende Artikel

Naturköder Angeln auf Zander mit der Pose und Grundangel >>

 

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