Auf Bach- und Regenbogenforellen im Naturgewässer angeln

Das Angeln auf Bach- und Regenbogenforellen hat seinen ganz eigenen Reiz vor allem in Naturnahen Bächen in denen diese edlen Fische oft zu finden sind. Dort kann das Angeln auf diese Schönheitheiten ein Traum sein. Das Forellenangeln folgt aber anderen Regeln als das gewöhnliche Spinnfischen oder Ansitzangeln am Vereinssee. Wie du erfolgreich auf Forellen angeln und was du dabei beachten solltest, möchte ich in diesem Beitrag zeigen. Ich angel schon seit über 23 Jahren auf Forellen mit der Spinnrute und gelegentlich mit Naturködern mag jedem der sich dieser schönen Angelart widmen möchte helfen.

Richtig auf Forellen angeln

Inhaltsverzeichnis

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    1. Forellengewässer
    2. Forellengewässer erkunden
    3. Verhalten und Nahrung
    4. Richtig Pirschen
    5. Die besten Forellen Stellen
    6. Die Methoden zum Forellenangeln
    7. Spinnfischen
    8. Naturköderangeln auf Forellen
    9. Richtig werfen beim Forellenangeln am Bach
    10. Die Ausrüstung für das Spinnfischen auf Forelle an Bächen

 

Forellengewässer

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Selbst in solchen Pools in Hochgebirgsbächen gibt es Forellen.

Gute Forellenbäche gibt es vor allem in der Schweiz, Österreich und ganz Süddeutschland, aber auch im Harz finden sich viele kleine Bäche in denen man Bachforellen

nachstellen kann. Vielleicht gibt es auch bei ihnen in der Nähe einen kleinen Bach oder Graben oder sogar Fluss in dem sich Forellen wohlfühlen. Dazu dürfen die Wassertemperaturen im Sommer nicht wesentlich über 20 °C  steigen am besten ist ein Temperaturdurchschnitt von 18 °C im wärmsten Monat. Der Sauerstoffbedarf von Forellen ist hoch und in warmen Wasser löst sich weniger Sauerstoff, als in kaltem 10mg Sauerstoff pro Liter brauchen Forellen, damit sie sich wohlfühlen.

Dafür sind Forellen das ganze Jahr über aktiv am Nahrung aufnehmen sogar im Winter und während der Laichzeit. Der Sauerstoffbedarf und die optimale Temperatur (auch für Verdauungsenzyme) sind also der Grund wieso Forellen eher in den Sauerstoffreichen kleinen Bächen vorkommen. An Flüssen halten sie sich dort auf, wo Sauerstoff ins Wasser kommt etwa unterhalb von Wehren oder Bacheinläufen, denn oft kommen die Forellen gerade im Herbst aus dem Bach in den Fluss, um von dem Nährstoffreichtum zu profitieren. In ganz kleinen Bächen kommen oft nur Bachforellen und Groppen vor, da nur diese Fischarten den Bedingungen dort ganzjährig standhalten können.

In den Alpen kommen Forellen fast in jedem Bach vor, dabei scheint selbst die reißendste Strömung den Forellen wenig auszumachen. Doch aufgrund des harten Überlebenskampfs und ständigem Schwimmen bleiben die Fische hier eher klein. In den oben abgebildeten Pools eines reißenden Gebirgsbachs können sich Forellen aber noch ganz gut halten. Dort

Stauwehr Neckar
Auch in Flüssen gibt es Forellen insbesondere in der Nähe von Wehren.

sind sie dann auch zu finden und zu fangen.

 

Forellengewässer erkunden

Meine Empfehlung ist es, wenn möglich das Gewässer vor dem Angeln in ruhe zu erkunden. Du wirst dabei mit Sicherheit Standplätze entdecken, welche du dir merken kannst, um beim Angeln diese Fische gezielt anzuwerfen. Ich achte dann immer dadrauf wann die Forellen die Flucht ergreifen, falls ich sie sehe. Die Polbrille hab ich immer auf und weiß dann für den Angeltag wie nah ich an die Fische heran kann.

Ich schau auch gerne bei Forellengewässern unter Steine, gerade solche mit kleinen Hohlräumen darunter. Solche Steine also, die direkt auf dem Gewässerboden aufliegen und nicht darin eingegraben sind. Dann weiss ich auch welche Nahrung sich in dem Bach befindet. Köcherfliegenlarven, Steinfliegenlarven und Bachflohkrebse können Aufschluss über die Gewässergüte geben aber auch über die natürliche Nahrung das ist inbesondere für Fliegenfischer interessant. Auf dem Bild kann man die drei Formen der Köcherfliegenlarve sehen eine ohne Gehäuse, die an sich eher auf eine schlechtere Gewässergüte schließen lässt und trotzdem waren hauptsächlich Köcherfliegenlarven mit Gehäuse im Gewässer. Wilde Forellen drehen auch mal selber Steine um, um an die darunterliegenden Leckerbissen zu kommen.

Verhalten und Nahrung der Bachforelle

Köcherfliegenlarven
Unter diesem Stein tummeln sich die Köcherfliegenlarven; Naturnahrung von Bachforellen

Wie sich Forellen verhalten hängt in erster Linie vom jeweiligen Gewässer ab. In kleinen Bächen gelten andere Regeln als im nährstoffreichen Fluss und beides bereitet dem Angler andere schwierigkeiten. Wobei es auch wieder Ausnahmen von den Regeln gibt. Manch kleiner Waldbach mit vielen Bachflohkrebsen kann enorm produktiv sein. Wo wir auch schon bei der natürlichen Nahrung sind: Forellen ernähren sich hauptsächlich von Insektenlarven, den eben genannten Bachflohkrebsen und in das Wasser gefallene Insekten. Oft sieht man Forellen an der Oberfläche nach Insekten steigen. Forellen ab 25cm, also dem Schonmaß in vielen Gewässern nehmen oft auch gerne kleine Fische zu sich, wie zum Beispiel Mühlkoppen (Groppe) oder Elritzen, aber auch Kannibalismus kommt hin und wieder unter Forellen vor.

Im kleinen Bach

Zunächst einmal zu den Forellen in kleinen Bächen: diese sind oft eher Standorttreu und ziehen nur wenig bis selten umher. Wo eine Forelle gestern noch stand, dort wird sie vermutlich auch heute noch stehen. In kleinen Bächen gibt es meist auch nur wenige gute Standplätze die weiter unten aufgeführt sind. Dafür tummeln sich dann oft viele Forellen an dieser einen Stelle.

Im Größeren Bach und Fluss

Forellen in größeren Bächen oder Flüssen haben eine Vielzahl an möglichen Standorten und sind oft etwas verteilter. Wahre Hot Spots sind dort zwar auch gut mit Forellen bevölkert, doch wandern die Fische mehr umher oder jagen gar gemeinsam Kleinfische.

Verhalten – Scheue Fische

Bach Mündung in Fluss
Eine wunderschöne Stelle für wunderschöne Forellen

Forellen sind vor allem eins, nämlich scheue und schreckhafte Fische. Sobald sie eine Bewegung am Wasser sehen, die sie nicht kennen flieht eine Forelle direkt in ihr Versteck. Oft genug fliehen sie aber nicht direkt dort hin sondern nur ein paar Meter das Gewäser hoch oder herunter, je nachdem von wo die Gefahr zu kommen scheint. Forellen mögen oft auch keine zu laut ins Wasser platschenden Köder, während ein leises platschen von der Lautstärke eines ins Wasser fallenden Insekts sie sofort anlockt. Dabei sind Fliegenfischer klar im Vorteil, denn ihre Fliegen landen sanft in oder auf dem Wasser und brauchen sich wenig über die Lautstärke ihrer Fliegen wenig sorgen machen.

In einer neueren Ausgabe der Fisch und Fang gibt es einen Artikel zum Popper Fischen auf Forellen. Das mag eine Methode sein unerschrockene Forellen in größeren Bächen zum Biss zu verleiten, doch am kleinen Bach wird man die meisten Fische verjagen. Ich konnte schon beobachten, wie Forellen selbst vor einem unbebleiten Wurm verscheucht wurden. Im Video wird zwar gezeigt wie das an einem kleinen Bach funktioniert, doch bezweifle ich, dass das überall funktioniert. Mit Stickbaits sehe ich die Sache schon anders.

Forellen, die einmal verscheucht wurden sind aber immernoch fangbar. Entweder man wartet 10-15 Minuten bis diese wieder aus ihrem Versteck kommen, oder aber man beobachtet wo ihr Versteck ist und präsentiert den Köder dort. Zwar sind Forellen dann etwas argwöhnischer, doch ein perfekt neben das Versteck platzierter Köder kann sie noch zum Anbiss verleiten.

Ein wichtiger Faktor beim Forellen fischen ist, das Forellen oft nicht wirklich wählerisch sind und sich alles schnappen, was irgendwie fressbar aussieht oder gut

Bachforelle im Bach
Diese schlanke Schönheit durfte wieder schwimmen.

riecht. Forellen haben meist keine Wahl und können sich den Köder in der Strömung nicht so genau anschauen. Das Forellen trotzdem keine dummen Fische sind beweisen die genetisch identischen See und Meerforellen die sich die Köder durchaus genau anschauen und bei Auffälligkeiten sofort vom Köder ablassen. Somit spielt für mich die Köderwahl keine allzu große Rolle. Beim Fliegenfischern mag das anders sein.

Allgemein wird der Geruchssinn und dessen Rolle bei der Beutesuche stark unterschätzt. Als Jungangler mit wenig Ahnung fing ich eine wilde Bachforelle auf einen winzigen Forellenteig ballen. Nein er war nicht besonders geformt und trieb einfach den Bach herab, ohne das ich ihn dabei bewegte, genau vor das Versteck einer schönen 35cm Forelle.

Ein weiteres Erlebnis, dass mir die große Rolle des Geruchssinns war, dass mich ein Angler zum Nachtangeln auf Aal an einem der Zuflüsse des Bodensees einlud, der erste Fisch, der in absoluter Finsternis biss war eine Bachforelle. Auch Freunde konnten immer wieder bestätigen, dass bei ihnen die Forellen auch nachts als Beifang bissen und da Forellen keine besonderen Augen haben, um in der Nacht zu sehen, wie etwa der Zander, so ist davon auszugehen, dass der Geruchssinn eine große Rolle bei der Nahrungssuche spielt. Versuch es doch einfach mal Köder mit Lockstoffen insbesondere gesalzene Twister sind ein wahrer Forellenbringer.

Richtig Pirschen

Wiesenbach mit vegetation
Ohne Deckung lohnt es sich mit einer längern Rute die Brennnesseln zu überwerfen um keine Forellen zu verscheuchen.

Wie schon bemerkt ist es am besten Forellen erst gar nicht zu verscheuchen, deshalb ist ein vorsichtiges Anpirschen an die Forellen nötig. Dabei sind viele Faktoren zu beachten. Trägt der Boden Vibrationen gut weiter, wie etwa ein feuchter oder mooriger Boden so sollte man sich sehr leise anpirschen. Ein Wald- oder ein steiniger- Boden trägt Vibrationen kaum weiter. Hier müssen sie dann nicht übermäßig vorsichtig sein, auch wenn ein vorsichtige Anschleichen grundsätzlich nie verkehrt ist.

Einige weitere Tipps:

  1. Achte auf den Sonnenstand und wo du deinen Schatten hinwirfst. Forellen sind übermäßig empfindlich auf Schatten und nehmen Reißaus.
    Erfolgreich angepirscht an die sehr gut getarnte Jägerin. Diese Forelle ließ mich bis an einen Meter heran.
    Erfolgreich angepirscht an die sehr gut getarnte Jägerin. Diese Forelle ließ mich bis an einen Meter heran.
  2. Forellen haben zwei Tote Winkel, der eine ist direkt hinter ihnen seitlich sehen die Fische alles.
  3. Oft werfe ich stellen an, an denen ich nur vermuten kann, dass dort Forellen stehen und überwerfe die Uferwegetation. So kommt man auch von der Seite an Forellen heran.

Das Pirschen auf Forellen wird umso schwieriger, da Forellen auch sehr gut getarnt sind und ihre Farbe ihrer Umgebung bis zu einem gewissen grad anpassen. Eine Forelle auf hellem, sandigen Untergrund ist sehr hell gefärbt, während ihre Artgenossin 2m Bachabwärts über dunklen Steinen steht und ebenfalls eine sehr dunkle Körperfarbe angenommen hat. In dem Beispiel Foto von unten kannst du mir schon glauben, dass in dem Kreis tatsächlich eine Forelle ist. Der Fisch ist perfekt an braunen Bachboden angepasst. Um mich an diese Forelle bis auf einen Meter anzunähern bin ich exakt hinter ihr im toten Winkel geblieben und sehr vorsichtig auf sie zu gewatet.

 

Wenn ich an eine Stelle kommen, an der ich Forellen erwarte, muss ich mich entscheiden, ob ich Flussauf werfe oder Flussab werfe. Das ist vor allem davon abhängig, wo ich stehen kann, um ungesehen an die Fische zu kommen. Wenn ich oberhalb der Stelle stehe und Flussab werfen dann kann ich zum Beispiel einfach in die Rausche werfen und den Köder anschließend treiben lassen, auch kleine schwimmende Wobbler kann man einfach an den Fischen vorbeitreiben lassen und anschließend wieder einholen. So zu angeln ist oft das einfachste. Etwas präzisere Würfe bedarf es dann schon beim Flussauf werfen, um den Köder mit der Strömung rasch wieder einzuholen. Ein Problem dabei: dreht sich die Forelle in ihre Richtung und sieht einen, kann sie schnell scheu werden und merken, dass etwa nicht stimmt.

Eine große Hilfe beim Pirschen auf Forellen sind Wathosen, mit denen man sich auch durch den etwas Hindernis freieren Bach bewegen kann, wenn das Bachufer zugewuchert ist.

Forellen Hot – Spots

Die besten Stellen hängen davon ab, ob man im Wiesenbach, Waldbach oder gar am Bergbach oder See auf Forellen angeln möchte. Forellen halten sich gerne in der nähe von Strukturen auf. Hier stellen ich dir meine besten Forellen Hot Spots vor, an denen sie sicher Forellen finden werden, sofern das Gewässer Bach oder Regenbogenforellen aufweist.

Forellen stehen meist nicht allein! Futterneid spielt auch bei ihnen eine Rolle und oft schnappt sich die größte Forelle zuerst den Köder das ist zumindest in den mir bekannten Gewässern der Fall.

Gumpen und tiefere Stellen im Bach

Gumpen bieten den Fischen nicht nur Schutz von oben, da sie durch das aufgeschäumte Wasser  schlecht zu sehen sind, sondern bieten auch Schutz vor Strömung  und es wird Nahrung sowohl angespült, als auch abgelagert. Jegliche Vertiefungen auch durch Außenkurven oder ausgespültes Gestein sind Forellenstandplätze keine Forelle steht freiwillig den ganzen Tag in der harten Strömung oder im seichten Wasser.

Wasserpflanzen und Krautfahnen

Nicht viele Wasserpflanzen können sich in Forellenbächen halten doch gerade solche Krautfahnen bieten gute Unterstände für große Forellen. Nahrung wie Bachflohkrebse hält sich auch zwischen dem Kraut auf.

Eine wahre Augenweide sind Krautfahnen, doch hier droht auch Hängergefahr.

Ausgespülte Wurzeln

Wurzeln dienen den Forellen als Versteck vor Fressfeinden und Forellenfotographen. Sie können auch eine Art Höhle Bilden siehe zweites Bild.

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Bild Links: Hier Bilden Wurzeln und Steine eine Art Höhle und ein tolles Fluchtversteck;  Bild rechts:versteckt sich eine Forelle im Wurzelwerk. Ihre Flossen verraten sie zuerst

 

Ausgespülte Ufer und Außenkurven

Ausgespülte Ufer bieten Schutz durch ein „Dach über dem Kopf“ und oft auch etwas Strömungsschatten. Sie entstehen oft in der Außenseite von Außenkurven, die dann meist noch tieferes Wasser haben. Diese Hot Spots sind durch die starke Strömung entstanden.

So sieht bei niedrigem Wasserstand ein ausgespültes Ufer aus. Bei höherem Wasserstand sind hier Forellen zu erwarten.

Lange Pools

Die Forellen stehen nicht nur am Anfang solcher Pools sondern meist auch in der Mitte oder fast am Ende. Diese Stellen können sie gründlich abfischen.

Forellen sind hier überall zu erwarten nicht nur hinter der Rausche.

Brücken

Brücken sind Menschliche Bauwerke die den Bach oder Fluss in eine Form zwingen hier wird er unter der Brücke flacher und bildet eine Rausche hinter der wie oben beschrieben, Forellen und Döbel stehen können.

 

Hinter der Rausche einer Brücke lohnt sich ein Versuch auf Salmoniden

Bacheinlaufe

Egal ob es ein kleiner Bach oder ein großer ist, der dann in einen Bach oder Fluss mündet. Hier sind oft Fische zu erwarten.

Hinter der kleinen Gumpe und den ausgespülten tiefen Stellen eines Bacheinlaufs stehen gerne Forellen.

Überhängende Bäume

Vor allem in Wiesenbächen, in denen nur wenig auffällige Strukturen sind, sind überhängende Bäume eine gute Stelle für Forellen. Oft fallen Insekten vom Baum ins Wasser und die hungrigen Forellen warten nur darauf. Alles was ins Wasser platscht wird oft schnell genommen.

In einem monotoneren Wiesenbach gibt es oft weniger auffällige Stellen, als in einem Waldbach.

Die Methoden zum Forellenangeln – So fängt man Forellen

Spinnfischen

Spinner, Blinker, Wobbler, Gummifisch
Gute und fängige Forellenköder: Spinner, Blinker, Gummifisch und Mini-Wobbler. Alle Köder sind recht klein.

Mit einer leichten Spinnrute und kleinen Spinnrolle ist man bestens ausgestattet um auf Forellen zu angeln. Die Ausrüstung wird weiter unten erklärt. Ein Anhieb muss meist nicht gesetzt werden, da Forellen Spinnköder ziemlich brutal attackieren. Eine 1000`er Rolle ist völlig ausreichend, jedoch sollte die Bremse einwandfrei funktionieren.

Die besten Spinnköder zum Spinnfischen auf Forelle mag ich hier schnell aufzählen.

Die besten Köder zum Spinnfischen auf Forellen

  1. Spinner größe 0-3
  2. kleine Flachlaufende Wobbler bis 5cm
  3. kleine Twister und Gummifische bis 5cm
  4. Köderfische am System
  5. Blinker bis 5cm

 

Naturköderangeln auf Forellen

Einfach treiben lassen lautet hier ein einfaches Erfolgsrezepte. Entweder mit einer feinen Pose oder aber natürlich, ohne Schwimmer und Blei und freier Leine kann man erfolgreich den Forellen nachstellen. Dabei steht man entweder Flussab oder Flussauf von der Forellenstelle und lässt den Köder einfach auf die Forellen zutreiben. Mit kleinen Rucken oder Stopps in die Schnur gehe ich immer sicher, dass der Köder sich nicht am Grund absetzt, ansonsten geb ich einfach Schnur und lassen den Köder treiben. Bei dieser Präsentation mit einfachem Haken ohne Schwimmer und Blei nehme ich die Schnur zwischen die Finger um exakt zu fühlen was vor sich geht. Merk dir am besten sich wie sich der Köder in der Strömung anfühlt. Ein Biss kann sich nämlich sehr ähnlich anfühlen. Der Permanente Kontakt vom Finger auf die Schnur sorgt dafür das auch Bisse kleiner Forellen nicht unbemerkt bleiben und diese nicht so leicht schlucken können.

Es ist auf jeden Fall ein früher Anhieb angesagt. Nachdem sich die Forelle den Köder geschnappt hat maximal 2-3 Sekunden warten. Maßige Forellen haben den Köder dann sicher im Maul, während kleinere oft noch mit dem Köder kämpfen. Die Ausrüstung an Rute und Rolle ist die gleiche, wie für das Spinnfischen auf Forellen.

Naturköderangeln auf Forellen ist oft kontrovers und ist nicht an allen Gewässern erlaubt. Das hat folgende Bewandnis: es ist oft mit Abstand die erfolgreichste Methode. Einem Tauwurm oder kleinem Wurmbündel kann kaum eine Forellen widerstehen. Auch Grashüpfer sind im Sommer Top Naturköder auf Forellen. Köcherfliegenlarven sind ebenfalls sehr gute Forellenköder. Der beste Köderfisch ist die Mühlkoppe / Groppe aber auch Elritzen (achtung die Fischarten könen geschützt sein!) sind beliebtes Forellenfutter.  Benutz in jeden Fall große Haken um ein verangeln von kleinen Forellen zu vermeiden eine maßige Forelle hat keine Probleme mit 1`er Haken. Das Tiroler Hölzl ist auch extrem erfolgreich auf Forellen dabei sorgt es für sicheren Halt in der Strömung und man kann den Köder an quasi freier Leine in tiefen Gumpen selbst an stark strömenderen Bächen anbieten.

Richtig werfen beim Forellenangeln am Bach

Präzise und exakte Würfe sind beim Forellenangeln insbesondere am kleinen Bach wichtig. Denn der erste Wurf zählt. Wenn beim ersten Wurf der Köder im Gebüsch oder in einem Baum landet, dann kann ich höchstens mit einer zweiten Rute werfen. Gottseidank können Hänger im Bach oder im Gebüsch einfach befreit werden sofern das Gewässer nicht zu tief ist. Somit kann man risikofreudig Werfen, was auch oft genug für den Erfolg beim Forellenangeln entscheidend ist.

Ich werfe die Fische aber nie zu direkt an am besten sind wenigstens 1 besser 2m Abstand  vom aufprall aufs Wasser zum Fisch. Das gilt insbesondere für größere Köder.

Seitwärts und Pendelwürfe eignen sich besonders, um präzise auf kleine Distanz zu werfen. Überkopfwürfe sind am Bach oft nicht möglich am Fluss oder größeren Wiesenbach ist das natürlich etwas anderes.

Forelle vor Landung.
Eine Regenbogenforelle kurz vor der Landung nun ist es besser einen Kescher zu haben, denn die Handlandung von Forellen ist riskant. Stranden ist dennoch eine Möglichkeit gerade bei fischschonendem Untergrund.

Die Ausrüstung für das Spinnfischen auf Forelle an Bächen

An kleinen Bächen ist eine eher kurze Rute von Vorteil 2m oder sogar kürzer sind optimal. Die Aktion einer reinen Forellen Rute sollte eher parabolisch sein. Daher unter Last geht die ganze Rute in eine Kurve über. Forellen sind nämlich wahre Kämpfer an der Rute und vollführen im Drill Sprünge und schnelle harte Fluchten. Das muss eine Rute erst parieren können und bei Brettharten Ruten schlitzt der Haken schnell aus oder die Schnur reißt.

Als Rolle langt eine 1000`er Rolle passend zur kleinen und leichten Rute, sonst wird das ganze zu Kopflastig. Die Bremse muss Ruckfrei anlaufen sonst kann es mit Forellen, welche in die Bremse gehen Probleme geben. Eine Übersicht über sehr empfehlenswerte Forellenruten habe ich hier erstellt. Über die besten Spinnrollen finden sie hier eine Übersicht.

Sonstige Ausrüstung

Ein Kescher sollte auf jedenfall dabei sein. Watkescher sind beim Fliegenfischen und Watangeln besonders praktisch. Sie haben einen kurzen Griff und lassen sich ganz einfach an der Kleidung oder am Gürtel festschlaufen oder lassen sich auf den Rücken schnallen.

Eine Polarisationsbrille bringt den Durchblick beim Forellenangeln sie hebt die Wasserspiegelung wenigstens teilweise auf, wenn man die Forelle früher sieht als diese den Angler.

Ein Weidenkorb hilft den Fisch frisch und kühl zu halten und gleichzeitig eine gute Luftzufuhr zu gewährleisten. Ein feuchtes Küchentuch erfüllt den selben Zweck ist aber schlechter beim Transport.

Die Richtige Schnur zum Forellenangeln

Die beste Schnur für die Forellenangelei ist eine monofile Schnur, denn die Dehnung spielt auf kurze Distanz kaum ein Rolle und der Köderkontakt ist stets gewährleistet. Im Drill ist dann die Pufferwirkung der sich dehnenden monofilen Schnur sehr nützlich und beugt Aussteigern vor. Der nächste Punkt der für monofile spricht ist die Sichtigkeit der Schnur, Forellen sehen sehr gut und geflochtene Schnur lässt sie misstrauisch werden.

Schnurdrall durch Strömung ist ein großes Thema beim Forellenangeln. Egal ob mit Naturködern oder beim Spinnfischen die Strömung und das einholen verursachen einen extremen Schnurdrall. Die Folge sind Perücken. Mit doppelwirbeln oder einem kleinen Bleischrot 40-60cm vor dem Köder können sie den Schnurdrall sogar beim Spinnfischen etwas entgegensetzen. Trotz alledem gibt es keine Angelei die mehr Schnurdrall verursacht und eine billige monofile kann ich genau 2-3 Stunden fischen, bevor ich die Schnur aufgrund von unlösbaren Perücken kappen muss.

 

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