Bleigewichte Formen, Größen und Einsatzzwecke

Es gibt verschiedene Formen in denen Bleigewichte erhältlich sind. Sie dienen jeweils einem anderen Zweck so ist ein Sargblei oder ein Tellerblei für starke Strömung gemacht. Ein Tiroler Hölz dagegen ist ideal für Angelstellen mit großern Hängergefahr durch Steine. Ein Kugelblei rollt sehr leicht über den Grund was erwünscht oder auch unerwünscht sein kann. Kurzum Gewichte zum angeln gibt es in verschiedenen Größen, Formen für jeweils unterschiedliche Bedingungen. Bleie und Gewichte zum Angeln haben zwei Zwecke: zum einen dienen sie als Wurfgewicht, damit sich die Angelrute auflädt und man weit werfen kann, zum anderen können sie dazu dienen den Köder an einer Stelle auf Grund oder an der Pose zu halten. Weiterhin müssen Posen /Schwimmer beschwert werden, damit sie richtig im Wasser stehen, dazu dient in der Regel ein Bleigewicht. Das Blei im Wasser sinkt muss ich wohl keinem erzählen..

Verschiedene Bleiformen im Gras
Verschiedene Angelbleie für Verschiedene Situationen.

Gewicht des Bleis richtig wählen

Die richtige Wahl des Bleis orientiert sich an den Bedingungen, die man am Wasser vorfindet. Das Blei sollte beim Grundangeln schon etwaiger Strömung standhalten und immer am Platz liegenbleiben. Beim Karpfenangeln mit Selbsthakmontage sollten wenigstens 80 Gramm schwere Gewichte gewählt werden, um den Selbsthakeffekt zu erreichen. Für das Ausbleien einer Pose sind Kugelbleie meist die beste Wahl.

Die wichtigsten Angelbleiarten vorgestellt.

 

Birnenblei mit Kanten

Birnenbleie: Die Standartform mit der man nie völlig falsch liegt. Birnenbleie sollten in keiner Angelbox fehlen und sind universell einsetzbar. Sie

Birnenblei
Ein normales Birnenblei

bleiben beim Grundangeln

relativ gut an der Stelle und lassen durch Ihre Form weite Würfe zu. Die meisten Birnenbleie sind mit Wirbeln ausgestattet, es gibt sie aber auch ohne diese.n Es gibt sie auch in verschiedenen Varianten, welche besser für die Strömung oder das Meer geeignet sind siehe Bild.

 

ein Sargblei auf Erdboden
Ein Sargblei für das Grundangeln.

Sargbleie: Sind die für das Grundangeln konzipiert und halten mit ihrere Flachen Form die Montage auch in der Strömung zuverlässig am Platz, außerdem lassen sie sich noch gut werfen. Ein Standardblei, welches in keiner Kiste fehlen sollte.

Schleppbleie: Es gibt verschiedene Formen an Bleiben zum Schleppen das einfachste ist im Bild abgebildet und kann einfach in die Schnur flexibel ein und ausgewickelt werden, ohne die Montage zu wechseln. Für Downrigger werden dann natürlich große eigene

Tellerbleie: Bleiben ähnlich wie ein Flacher Stein sehr gut in der Strömung liegen, die Wurfeigenschaften sind aber nicht gerade die Besten

Kugelbleie: bzw. Rundbleie Sie können bei Strömung über den Gewässergrund rollen und somit sucht man einen größeren Bereich nach fischen ab. Kugelbleie sind auch eine gute Wahl zum Posenfischen.

 

Olivenblei auf bodenTropfenblei: Sie ähneln den Birnenbleien, haben jedoch ein Loch in der Mitte. Sie sind wie Kugelbleie für das Posenfischen geeignet und werden weniger zum Grundangeln.

 

Bleie zum Karpfenangeln Eigentlich keine eigene Form, da es viele Formen zum Karpfenangeln gibt. Karpfen sind schlaue Fische und sehr Misstrauisch. Deshalb sind Karpfenbleie oft getarnt und haben keine Standartform mehr. Die meisten Karpfenangler angeln mit Festblei Montagen, bei denen sich der Fisch selber hakt. Dazu sollte das Blei oder Gewicht mindestens 80 Gramm haben. Oft gibt es für diesen einsatzzweck auch einfache Steine mit Bohrungen zu kaufen, da diese durch ihre natürliche Form besonders unauffällig sind

Bleischrote: dürfen wohl in keiner Angelkiste fehlen. Sie sind hervorragend für das Posenangeln zum Ausbleien von selbst feinen Posen.

Strömungsbleie: Ähneln einem Birnenblei sind aber auf einer Seite abgeflacht und haben eine Erhöhung in der Mitte. Siehe Bild rechts. Sie sind wie der Name schon sagt dafür konzipiert in der Strömung liegen zu bleiben.

Andere Formen: Da Blei relativ leicht und billig herzustellen ist und in andere Formen gebracht werden kann gibt es noch viele weitere Spezialbleie.

 

Tiroler HölzleTiroler Hölzl: Sie sind ursprünglich dafür konzipiert worden in tiefen Gumpen von Flüssen auf Forellen zu fischen. Am meisten werden sie aber wohl inzwischen für schlammige Gewässer benutzt, da sie ein Einsinken der Schnur verhindern. Außerdem schützen sie auch auf steinigem Grund vor Hängern.

Brandungsbleie / Krallenbleie: Sie sind einerseits für weite Würfe konzipiert, andererseits sorgen sie mit ihren Krallen aus Draht aber für einen sicheren Halt in der Brandung oder starken Strömung. Viele sind auch mit Hakenclips ausgestattet, diese halten den Haken fest, bis das Blei auf die Wasseroberfläche trifft. Das schützt den Hakenköder und verhindert Verhedderungen beim Auswerfen.

 

 

Bleifreie Gewichte

Es muss nicht immer Blei sein. In Norwegen ist Blei inzwsichen sogar verboten und es muss mit anderen Materialien gefischt werden.

Wolfram: wird auch oft als Tungsten verkauft, was genau dasselbe Material bzw. chemische Element ist. Die Dichte ist sogar höher, als die von Blei und somit sinkt es noch schneller und ist bei kleinerem Durchmesser schwerer. Es wird vor allem oft zum beschweren von Fliegen oder Streamern genommen.

Messing: ist nicht ganz so schwer wie Blei, ist aber dennoch eine Hervorragende Alternative zum Blei. Es besteht hauptsächlich aus Kupfer und Zink und ist in jedem Baumarkt zu kaufen. Mit einem Metallbohrer lassen sich einfache Stabförmige Bleie herstellen, welche ideal zum Drop-Shotten sind.

Steine: sind wohl die Urform des Gewichts zum angeln. Nur die Bearbeitung ohne das richtige Werkzeug ist etwas aufwendig. Aber mit dem richtigen Bohrer kann man in einen Stein mit dem gewünschten Gewicht einfach ein Loch bohren und dann mit Heißkleber einen billigen Wirbel darin befestigen. Fertig ist das Tellerblei. Solche Gewichte gibt es sogar fertig zum Karpfenangeln zu kaufen. Denn sie sind weniger auffällig und haben weniger Scheuchwirkung.

 

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