Gummifischangeln auf Zander und (groß) Barsch

Gummifischangeln auf Zander wird immer beliebter und die Gummiwelle rollt nach wie vor über Deutschland. Gummifische und Twister feier somit immer noch ihren Siegeszug in deutschen Köderkisten, denn sie sind ungemein fängig auf alle Räuber. Vor allem Zander, die früher nur abends oder nachts mit Wobblern und vereinzelt mit Spinnern gefangen werden konnten, sind nun auch Tagsüber, wenn sie faul am Grund liegen dank des Gummifischs mit Bleikopf auffindbar und vor allem fangbar. Wie man erfolgreich auf Zander mit Gummifisch angelt kann möchte ich in diesem Beitrag beschreiben.

Wo der Zander steht

…Wurde schon in einem anderen Beitrag auf dieser Seite erklärt. In diesen Beitrag über Zander sind die meisten Hot spots beschrieben und wo man ihnen erfolgsversprechend nachstellen kann.

Kapitaler Großbarsch auf Steinen
45cm lang ist dieser Barsch und biss auf einen großen Gummiwurm. Die großen Steine lassen den Barsch gar nicht so groß erscheinen.

Wo Barsche stehen

Auch hier ist die Hot Spot Liste Hilfreich. Generell mögen Barsche Holz im Wasser seien es umgefallene Bäume oder Stege. Barsche sind je nach Gewässer hauptsächlich im Mittelwasser oder am Grund zu finden. Selten auch mal oberflächennah.

 

Die Angelausrüstung

Am besten man startet mit einem weißen oder braunen Gummifisch von 7-11cm dazu noch einen Bleikopf von 7-15g bei normaler Strömung und bei starker Strömung müssen es manchmal auch 20-30g sein. Bei tiefem oder Flachem Wasser ist ebenso zu verfahren. Für tiefes Wasser ruhig die größeren 20-30g Köpfe und bei flachem Wasser dann zu den 7g Köpfen Greifen.

Eine Spinnrute mit rund 270cm und 15-40g Wurfgewicht und harter Spitzenaktion. Als Schnur ist eine 12`er gefochtene oder 25`er Monofile die Richtige. Am besten in auffälligen Farben wie gelb, pink oder rot. Die Schnur kommt dann auf eine 2000`er bis 3000`er Rolle. Eine Übersicht über Top Spinnrollen habe ich hier erstellt.

Gummifische richtig aufziehen

So ziehst du deinen Gummifisch ganz einfach und richtig auf:

Bleikopf und Gummifisch
Schritt 1: den Jighaken mit gewünschten Bleikopf vor oder hinter den Gummifisch halten
Gummifisch aufziehen
Schritt 2: Die Stelle mit der Hakenspitze markieren, an der der Haken austreten soll oder den Daumen an die Stelle halten
Gummifisch aufziehen
Schritt 3: Den Jighaken nun möglichst gerade auf den Gummifisch aufziehen und vor der markierten Stelle austreten lassen.
Gummifisch richtig aufgezogen
Fertig: nun ist der Gummifisch auf dem Haken aufgezogen. Wer mag kann den Bleikragen des Jighakens vorher entfernen und den Gummifisch mit einem Tropfen Sekundenkleber am Bleikopf fixieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Methode und richtige Köderführung

Einfach faulenzen oder aber Jiggen: Das Faulenzen ist zwar eine faule Angelmethode sie fängt aber nicht unbedingt schlechter als das Jiggen. Dabei lässt man den Köder an gestraffter Schnur zum Grund sinken und hält die Rute parallel zum Wasser in einer waagerechten Position und macht immer schnelle 2-3 Kurbelumdrehungen die Rute bleibt stets waagerecht und die Köderführung geschieht nur über die Rolle. Erschlafft die Schnur nun weil der Köder Grundkontakt hat kurbelt man noch einmal schnell 2-3 Kurbelumdrehungen und so weiter.

Die Bisserkennung beim Gummifischangeln auf Zander und Großbarsch

Die Bisserkennung beim Zanderangeln mit Gummifischen ist nicht gerade leicht, denn Zander saugen den Gummifisch einfach nur ein und zwar in 90% der Fälle in der Absinkphase. Das ist recht schwer zu bemerken.

Die Bisserkennung  beim Gummifischangeln läuft entweder über die Rutenspitze, an der sie je nach Rute auch den Grundkontakt merken, oder aber über die Schnur und zwar an der Stelle, in der die Schnur ins Wasser geht. Zieht die Schnur plötzlich etwas seitlich oder der Köder kommt scheinbar ganz schnell auf den Boden an? Anhieb setzen! Sie spüren ein kleines Tock im Rutenblank? Anhieb setzen! Ganz einfach bei allem ungewöhnlichen erstmal einen Anhieb setzen und sie werden kaum noch Bisse verpassen. Die Bisserkennung ist auch das schwierigste am Gummifischangeln über dem Grund. Außerdem kommen die Bisse meist in der Absinkphase und nicht beim Ankurbeln. Am besten nehmen sie einen gewöhnlichen Schaufelschwanz Gummi.

Beim Klassischen Jiggen lassen sie ebenfalls den Köder an straffer Schnur zum Grund sinken und Zupfen nun mit der Rute den Köder knapp über den Grund. Dabei nehmen sie die Rute mit zwei bis drei Zupfern hoch und kurbeln anschließend langsamer (als beim Faulenzen) mit zwei Kurbelumdrehungen ein. Anschließend lässt man den Köder wieder zum Grund absinken.

Wichtig ist es stets grundnah zu angeln es ist auch nicht schlimm den Köder mal über den Grund schleifen zu lassen. Es gibt Ausnahmen von dieser Regel aber meistens empfiehlt es sich den Köder mit diesen zwei Erfolgsmethoden grundnah zu präsentieren. Dort wo der Zander in der Wassersäule tagsüber steht!

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