Angelruten

Hechtrute Iron Claw High-V Review mit Überraschungsfisch

Die Hecht- und Raubfischsaison hat mittlerweile fast überall begonnen oder beginnt sehr bald. Zeit sich mal wieder eine komplett neu erschienene Hechtrute genauer anzuschauen. Meine Wahl fiel auf die Iron Claw High-V Pike in 2,7 m mit einem Wurfgewicht von 28-90g. Auf dem Blank steht „Designed in Germany“ – ich bin gespannt. Die Rute gibt es auch noch mit demselben Wurfgewicht in 2,4 m.

Erster Eindruck

Der Übergang von Rollenhalter zum Griff gefällt mir nicht ganz so gut.

Wenn man die recht gut verarbeitete Rute in die Hand nimmt fällt sofort auf, dass die Rute ein ziemliches Brett ist: hier schwabbelt nichts. Die ideale Spinnrute für das Gummifischangeln auf Hecht und auch mit dem Anhieb auf Distanz sollte man keine Probleme haben. Ich vermute

Der Wurfgewichtsbereich der Rute ist stimmig

auch, dass die Rute absolut Zandertauglich ist. Auch für das Angeln mit Jerkbaits sollte die Rute taugen. Ich persönlich habe etwas weichere Ruten lieber zum Spinnfischen auf Hecht, aber das ist Geschmackssache. Auffällig ist das Ziermuster, welches sich auf dem ersten Teil des Blanks bis zum Leitring befindet. Ob es gefällt oder nicht ist auch hier wie so oft Geschmackssache, mir persönlich ist es egal. Der Schraubrollenhalter nimmt problemlos kleine 2000`er bis größere 5000`er Rollen auf und hält sie sehr gut fest. Der Griff gefällt mir auf den ersten Blick nicht ganz

so gut so sieht der Übergang vom Korkgriff zum Rollenhalter nicht ganz so schön auch. Auch fühlt sich für mich der Moosgummigriffteil nicht ganz so schön an.

Weiterhin ist die Rute mit einem stabilen dreisteg Leitring ausgestattet, die weiteren Rutenringe verkleinern sich bis hin zu Microguides. Das spart Gewicht und soll präzise Würfe möglich machen, was oftmals von Vorteil ist um Hechte unter Unterständen direkt anzuwerfen.

Praxistest

Der angegebene Wurfgewichtsbereich meiner Rute scheint sehr realistisch zu sein. Natürlich wirft die Rute auch mal noch leichtere Wobbler und Gummis, dann aber nicht so weit. Insgesamt sind die Wurfeigenschaften in der Praxis ordentlich.

Mit meiner Rute lassen sich 85g Köder noch wunderbar (weit!) werfen ohne das sie sich auch nur annähernd überlastet anfühlt.

Am 1 Mai pünktlich zum Ende der Hechtschonzeit war ich mit der Rute in Bayern und habe sie ca. einen halben Tag gefischt. Natürlich ging mir auch der ein oder andere Hecht ans Band, auch wenn die Fische eher klein waren. Im Drill hat sich die Rute ganz gut gemacht, wobei meine schwerere Version ganz klar auch für schwere Hechte gemacht ist. Einen Aussteiger Babyhecht hatte ich nach einem Sprung. Das war mir aber auch recht, kleine Hechte brauch ich nicht wirklich einzukurbeln. Insgesamt war ich trotzdem mit der Rute recht zufrieden und werde sie auch noch am Rhein auf Zander fischen. Ein Update wird noch kommen auch am 15 Mai, wo die Schonzeit auch in BW endet wird die Rute wieder am Wasser sein vielleicht bekomme ich dann mal einen großen ans Band.

Ein seltener Fang

An diesem See ein sehr seltener Fang: ein Zander samt dem (nicht so seltenen) ganzen herangedrillten Kraut!

Update: Nun am 16 Mai war dann auch der Hecht in BW offen und es ging schon früh ans Wasser an einen verkrauteten flachen Baggersee. Beim ersten Wurf mit einem Real eel in 30 cm dann ein „Tock“ im Griff ich denke mir nur Biss, aber nichts hängt. Beim vierten Wurf ließ ich den Real eel dann in ein Loch im Kraut sinken und plötzlich noch ein klares „Tock“, welches ich sofort mit einem Anhieb quittierte und nach kurzer gegenwehr war ich völlig überrascht über einen ordentlichen Zander mit gut 75 cm. Auch wenn der Fisch noch ordentlich Kraut als extra Balast „mitgebracht“ hat, war das kein Problem für die Rute. Ein für mich absolut überraschender Fang, da Zander an dem See extrem selten sind und ich überhaupt nicht damit gerechnet habe einen zu fangen.  Am Folgetag konnte ich noch zwei Hechte mit rund 70 cm landen. Die Bissübertragung der Rute ist absolut in Ordnung und der Anhieb kommt bei dem harten Blank problemlos durch. Auch die Bisserkennung ist top mit der Rute.

Beim fünften mal fischen mit der Rute hat sich leider der Zierring oben am Rollenhalter gelöst, was etwas ärgerlich ist. Ich habe ihn ohne Probleme wieder kleben können und er erfüllt auch sonst keine wirkliche Funktion aber das muss nicht sein und gibt Abzüge.

 

Die kleinen Rutenringe. genannt Microguides ermöglichen präzise Würfe.

Fazit

Die Rute ist eindeutig für Fans harter Ruten und für Gummifische und für (kleinere) Jerkbaits und Slider. Auch für das klassische Gummiangeln auf Zander taugt die Rute. Insgesamt ist die Rute recht solide und kein Fehlkauf aber es gibt auch alternativen siehe unten. Für den Preis kann man nicht meckern, wobei der auch noch sinken sollte.

Alternativen

  • Für mehr Geld erhält man die Daiwa Prorex (Link zum Test >>) eine geniale Rute, bei der auch noch andere Köder Spaß machen und die gleichzeitig leichter in der Hand liegt und der Iron Claw meiner Ansicht nach in fast allen belangen überlegen ist.
  • Günstiger ist die Daiwa Procaster Spinning (Test folgt noch Preis bei Amazon checken >>) welche für wenig Geld eine ebenso stabile und recht steife Gummi-Hechtpeitsche hergibt mit der aber auch mal andere Köder Spaß machen.

 

Iron Claw High-V Pike S-902 H

7.8

Preis Leistung

8.0/10

Verarbeitung

7.0/10

Praxis

8.5/10

Pros

  • Harter Blank
  • Ideal für Gummifische und leichte Jerks
  • Kein Problem mit großen Fischen

Cons

  • Verarbeitung Rutengriff
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Chris

Seit über 20 Jahren völlig angelverrückt und absoluter Allrounder. Mehr Infos über mich und die Website sind in der Seitenleiste verlinkt.

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