Kastking Kodiak Spinnrolle im Test: High End für unter 100€ ?

Kastking Kodiak Spinnrolle auf Neoprentasche am Wasser
Meine Rolle neu aus der Verpackung. Den großen Kurbelknauf haben nur die 4000`er und 5000`er Rollengrößen.

Nachdem mich die Kastking Sharky eine weile begleitet hatte und ich sehr zufrieden mit der Rolle bin, habe ich die etwas neuere Kastking Kodiak entdeckt und gleich bestellt. Meine Erwartungen waren hoch, was die auch für das Salzwasser geeignete Rolle denn so kann. Für den Preis erwarte ich schon viel Rolle für das Geld. Laut Hersteller ist die Rolle als Robustes Arbeitstier und für den Salzwassereinsatz, sowie für große Fische gemacht. Die Angegebene Bremskraft meiner 5000`er Rolle sind ordentliche 18 kg. Das ist viel und kein in Deutschland fangbarer Fisch sollte es noch schaffen, da noch wirklich Schnur von der Rolle zu nehmen. Gut vielleicht irgendwann einmal die Thunfische, welche seit kurzem wieder in der Nordsee gesichtet und gefangen wurden. Aber die sind noch nicht in deutschen Gewässern angekommen…

Erster Eindruck

Neopren Rollentasche
Aus dem Karton kommt die Rolle erst einmal in einer Neoprentasche

Die Rolle kommt aus der Box in einer Rollentasche aus Neopren. Sehr schön, denn das gibt es sonst eher bei Rollen über 300€. Die Kurbel liegt dann in einer kleinen extra Tasche in der zwei geteilten Neoprentasche.

Das Design finde ich persönlich wirklich schön. Die Rolle ist in Braun Silber und Gold gehalten. Aus dem Karton Kurbelt sich die Rolle schon super leicht. Für eine Rolle die auch für das Grobe ist und Salzwassertauglich ist sogar sehr schön. Die unendliche Rücklaufsperre funktioniert bei der Rolle perfekt und es gibt in keiner Kurbelstellung spiel nach hinten. Der Bremsknopf ist groß und lässt sich wirklich so weit zudrehen, dass ich die Spule nicht mehr direkt drehen kann.

Als nächsten habe ich die Rolle mit 0.18 mm geflochtener bespult und siehe da: das Wickelbild ist sehr schön, auch dünnere geflochtene sollten hier kein Problem machen. Unterlegscheiben, um das Wickelbild zu verändern waren bei meiner Rolle trotzdem beigelegt.

Einzig eine Ersatzspule habe ich vermisst, aber die die vermisst man ja leider eignentlich bei jeder Rolle. Auf Plastikersatzspulen, die dann doch beigelegt sind kann ich eigentlich verzichten.

 

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Praxistest

Um es kurz zu machen: im Praxistest hat sich die Rolle gut geschlagen. Die Rolle war mit auf den Philippinen dabei, kam aber dort nur recht wenig zum Einsatz und ich habe auf ihr nur ein paar kleinere Welse gefangen. Die Bremse läuft super weich auch wenn die Rolle einmal ein paar Monate unbenutzt herumlag. Die Rolle war auch in Deutschen Gewässern angenehm zu fischen und der große EVA Griff liegt gut in der Hand. Jerken mit 100 Gramm Ködern hat meine 5000`er Spinnrolle genauso gut mitgemacht wie Speed Jiggen im Mittelmeer oder ganz normales Angeln mit Wobblern oder Blinkern.  Die etwas gehobene Übersetzung macht das Stundenlange Spinnfischen auch angenehm. Sie wirkt sehr Robust und ist eben keine reine Plastikrolle, was sich auch im Gewicht widerspiegelt. Das macht sie aber auch gerade für etwas längere Ruten oder für schwere Ruten interessant.

Zu Meckern gibt es trotzdem ein zwei Sachen. Der dicke und stabile Schnurfangbügel springt in einer Kurbelposition nur recht schwer um (recht typische für die meisten Rollen). Außerdem finde ich den Kunststoffbremsknopf nicht so toll, aber auch diese sind inzwischen zum Standard geworden.

Features:

  • 18kg Bremskraft in jeder Rollengröße
  • Aluminiumspule
  • Rollenkörper aus Metall – Kunstsstoff Verbund
  • CNC Aluminium Kurbel
  • Extra dicke Achse
  • 10 + 1 versiegelte Kugellager
  • Getriebe aus Messing und Edelstahl

Die Rollengrößen im Vergleich

Eine Daiwa Lexa der Größe 3000 wiegt zum Vergleich 315g. Die Ultraleichte Stradic Ci 4+ wiegt 190g. Mir persönlich bringt eine zu leichte Rolle aber nichts, da ich gerne 2,7-3m Ruten fische und diese dann schnell kopflastig werden. Da ist mir eine nicht so leichtgewichtigte Rolle gerade recht.

ModellGewichtMax Drag. (Bremskraft)ÜbersetzungSchnurfassung
Kodiak 2000286,5g15kg5,2:10,205 mm /200m
Kodiak 3000294,0g15kg5,2:10,235 mm /200m
Kodiak 4000337,0g18kg5,2:10,260 mm /200m
Kodiak 5000351,0g18kg5,2:10,285 mm /200m

 

Fazit

Kastking Kodiak im Praxistest
Hat bei mir auch am Wasser eine gute Figur gemacht.

Für den Preis wieder Konkurrenzlos gut. Ich kann die Rolle Weiterempfehlen und würde sie wieder kaufen. Absolut High End ist die Rolle mit Sicherheit nicht aber sie kann gut und gerne mit einigen 150€ Spinnrollen mithalten. Inzwischen fische ich die Rolle fast ein Jahr und möchte sie nicht mehr missen! Zum Fischen auf Hecht und andere größere Räuber optimal. Auch die kleineren größeren sollten top sein, um Barschen, Forellen und anderen Raubfischen nachzustellen. Deshalb mein Fazit: viel Rolle für das Geld.

 

Update: Anscheinend gibt es auch bei dieser Rolle hin und wieder Fertigungstoleranzen und das ein oder andere Montagsmodel im Zweifel gibt es  dafür einen Käuferschutz. Trotzdem ist das ärgerlich, weshalb ich die Wertung der Rolle nach unten korrigiert habe. Falls die Schnurverlegung nicht passen sollte kann man entweder die weißen Unterlegscheiben unter der Spule wegnehmen, oder aber weitere hinzufügen. Es sind einige in der Packung beigelegt.

 

Habt ihr Fragen zur Rolle oder zum Test? Schreibt mir einfach ein Kommentar und ich Antworte schnell (eure mail Adresse wird nicht veröffentlicht und ihr bekommt auch keine Mails von mir!)

Kastking Kodiak Spinnrolle

8.8

Preis-Leistung

9.0/10

Robustheit

9.0/10

Praxis

9.0/10

Technik

8.0/10

Pros

  • Weicher Lauf
  • Günstig
  • 18 kg Bremskraft

Cons

  • Keine Ersatzspule

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