Angelpraxis

Notköder – die sich leicht beschaffen lassen

Der Angelladen ist zu weit weg oder hat zu und die Köderbox ist leer. Doch Not macht erfinderisch und so bin ich selber durch experimentieren auf einige extrem gute Köder gestoßen, die man sich in jeder Stadt leicht besorgen kann oder sich sogar am Wasser selber suchen kann.

Köder aus dem Zooladen (Fressnapf und co)

In Zooläden gibt es nicht nur Futter für Hund und Katze sondern auch Fischfutter und meist auch lebendes Futter für insektenfressende Reptilien. Genau dieses ist unser Glücksfall denn Insekten und deren Larven werden bekanntlich auch von Fischen gerne genommen.

Zophobas sehen wie große Mehlwürmer aus, sind leider aber nur an Land so quirlig.

Mehlwürmer

Ein genialer Köder auf alle Fische, die auch Wasserinsekten fressen (also eigentlich alles außer Hecht, Zander und Wels) und dazu noch total unterschätzt. Meiner Meinung nach eine echte Alternative zu Maden und vor allem lassen sich damit auch noch die großen Fische fangen, welche Madenscheu geworden sind. Man bekommt sie in fast jedem Zooladen lebend. Sie bewegen sich unter Wasser auch noch lange und sind somit auch für Barsche top Köder. Getrocknet haben sie ein nussiges Aroma und können gemahlen oder zerrieben in das Futter gemischt werden.

Ein weiterer Vorteil gegenüber Würmer und Maden ist, das diese Tiere nicht gekühlt werden müssen und somit selbst im Sommer ein schattiges Plätzchen für sie ausreichend ist.

Zophobas

Sie sehen aus wie große Mehlwürmer und es kostet sogar mich etwas Überwindung diese wild umherkrabbelnden Tierchen anzuködern. Sie sind relativ fängig auf alle Friedfische und Forellen aber sterben im Wasser leider sehr schnell und bewegen sich dann natürlich nicht mehr. Eher also eine Not Option, wenn die Mehlwürmer ausverkauft sind. Zum schleppen mit der Pose in einer L Form auf den Haken angeködert aber immer brauchbar.

Heuschrecken und Heimchen

Vor allem im Sommer mit einer Wasserkugel angeboten sind sie extrem gute Forellenköder. aber auch am See sind sie brauchbare Köder auf Friedfische. Vorsicht ist aber vor allem bei den Heimchen und Grillen geboten, denn wenn diese daheim ausbrechen kann es großen Ärger geben und die Möbel müssen dran glauben bis der Kammerjäger kommt.

Köder aus dem Supermarkt

Es ist ebenfalls kein Geheimnis, im Supermarkt gibt es viele gute Köder, denn was für uns Nahrhaft ist, ist es oft auch für Fische.

Karpfen lieben Mais, aber auch Erbsen gehören zu guten Ködern auf Friedfische.

Mais

Brot ist fängt eigentlich alle Friedfische.

Keine Überraschung hier, denn Mais gibt es manchmal sogar noch an der Tankstelle zu kaufen. Ich kaufe Mais immer im Vorrat im Supermarkt das ist natürlich billiger. Meine Empfehlung ist der Lidl Mais, denn dieser ist (Stand bei Erstellung des Artikels) besonders süß und meiner Meinung nach der fängigste.

Erbsen

Fische schmecken Protein und die Hülsenfrüchte haben davon deutlich mehr als Mais. Das macht Erbsen zu einer sehr guten Alternative zu Mais. Alle Friedfische lieben Erbsen und auch hiermit lassen sich maisscheue Großfische noch fangen.

Brot

Ok keine Überraschung und dazu muss ich wohl nicht mehr viel sagen. Ein ganz klassischer Köder, den es auch in jeder Tanke gibt. Egal ob schwimmend auf Karpfen oder sinkend als Brotteig in kleinen Portionen auf Weißfische. Brot und Brötchen gibt es fast überall und ist noch ein Top Köder,

den es fast überall gibt selbst an Feiertagen kann man in Gaststätten oder am Imbiss  freundlich nach etwas altem Brot fragen.

Wurst

Vor allem Döbel lassen sich auf Wurststückchen fangen, aber auch andere Fische können hierauf beißen. Trotzdem ist die Wurst eher ein Notköder, den ich nur benutzen würde, wenn alles andere flach fällt.

Käse

Auf Käse fängt man Barben und somit gehen viele Friedfischspezies für die Barbenpirsch gerne in den Supermarkt um Hartkäse für das Futter und Gouda für den Haken zu kaufen.

Eine riesige Raupe krabbelt durchs Gras, doch ist diese vermutlich giftig und dazu noch geschützt.

Notköder am Wasser finden

Ohne Frage am Wasser ist es oft am schwierigsten sich noch einen Naturköder zu besorgen, doch hat man einmal seine Köder vergessen muss man das Angeln nicht unbedingt abbrechen, denn auch hier lässt sich meist noch etwas finden. Das ist natürlich etwas Situationsabhängig wo sich der Angelplatz findet, doch gerade am Wasser findet man natürlich auch die Nahrung, welche die Fische am besten kennen. Bei Insekten und deren Larven am Wasser ist natürlich etwas vorsicht geboten, ob diese geschützt sind und damit nicht als Köder erlaubt sind. Ebenso Blutegel sind zwar gute Köder, doch sind diese ebenso meist geschützt.

Leider müssen meine Tipps hier etwas allgemeiner ausfallen, da die Vielzahl der Köder eine gigantische Liste ergeben würde.

  • Insektenlarven und Raupen
  • Angelplätze durchsuchen – oftmals findet man an stark frequentierten Plätzen noch Mais, Boilies oder andere Köder herumliegen
  • Andere Angler sind auch hier ein Stichwort wert – einfach mal fragen, ob man ein paar Köder haben kann kostet nichts! Gerade bei Vereinskollegen sollte das zum Erfolg führen
  • Im Wasser einfach mal Steine umdrehen falls vorhanden hier findet man Insektenlarven und Krebstierchen
  • Würmer findet man auch unter Steinen und toten Holz an Land natürlich einer der besten Köder

 

Ihr habt auch schon einmal mit Notködern etwas gefangen oder habt noch etwas, das ich hier vergessen habe? Dann schreibt mir doch ein Kommentar!

 

 

 

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Chris

Seit über 20 Jahren völlig angelverrückt und absoluter Allrounder. Mehr Infos über mich und die Website sind in der Seitenleiste verlinkt.

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