Penn Slammer 3 die robuste Spinnrolle im Test

Keine Frage die Penn Slammer Serie ist ein Klassiker unter den Spinnrollen und das Sinnbild einer Angelrolle, die richtig hart im Nehmen ist. Die Penn Slammer III ist ein mehr als würdiger Nachfolger mit moderner Rollentechnik und neuen Features. Auch das Hauptproblem der alten Slammer, die nicht so gute Schnurverlegung ist behoben. Ich habe mir die Penn Slammer 3 als Rolle für die Daiwa Prorex und meinen baldigen Urlaub auf den Kanaren besorgt und hier ist mein erster Eindruck. Der Test wird noch erweitert sobald ich mehr mit der Rolle gefischt habe.

Penn Slammer 3 mit Fluss im HintergrundBevor ich eine Rolle kaufe recherchiere ich recht lang und viel und der Grund seit ihr meine Leser. Klar bei Billigrollen lange ich auch schneller zu und riskiere auch mal einen Fehlkauf, doch bei der Slammer hatte ich keine Bedenken so sind die Rezensionen und Videos, welche ich mir angeschaut habe alle eindeutig und die Rolle ist genial, vor allem für den Preis. Denn Salzwassertaugliche und robuste Rollen kosten meist deutlich mehr, da ist die Slammer 3 mit ihren ~100-160€ je nach Rollengröße fast ein „Schnäppchen“.

Mein erster Eindruck und Neuheiten der III

Mein erster Eindruck der Slammer ist ganz klar: super Rolle mit interessantem Design und tollen und durchdachten neuen Features. Einige Sachen haben sich Gottseidank aber nicht geändert und so ist die Penn

Penn Slammer blaues Rollenfett an Rolle
Das blaue Fett ist überall großzügig verteilt. Nachfetten ist nicht nötig.

Slammer wieder eine Vollmetallrolle, was ein Garant für ihre Robustheit ist, auch andere Dinge haben sich bei Penn nicht geändert. Die Rolle ist richtig gut gefettet und egal ob man den Bremsknauf abnimmt oder die Kurbel abdreht: schon kommt einem das blaue Penn Rollenfett entgegen. Hier gibt es einen großen Unterschied zu Daiwa und Shimano Rollen, welche geölt sind und das auch nur sehr sparsam. Penn kleckert nicht mit Fett, sondern klotzt damit. Das trägt weiterhin zur Robustheit der Rolle beit, auch wenn es den Nachteil bringt, dass die Rolle sich im Laden nicht ganz so leicht dreht. Die anderen Marken drehen sich halt nach einem halben Jahr fischen nicht mehr so leicht. Die Penn übersteht mit dem Fettbad auch Jahre ohne Pflege, außerdem hilft das Fett der Rolle dabei Wasserdichter zu sein.

Denn die Rolle ist nicht nur Salzwassertauglich, sondern auch vor dem Eindringen von Wasser bei kurzen Tauchbädern geschützt „IPX6 Sealed“ nennt sich das Konzept. Der Rollenbügel ist wieder dick und Robust und klappt bei einfacher Kurbelumdrehung mit einem satten klacken um das spricht die für den Dauereinsatz eingebaute robuste Feder.

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Das bringt die neue Penn Slammer III im vergleich zur alten Version

Slammer 1 und 3 im Vergleich auf Metallscheibe
Vorne die alte Slammer 460 und in entsprechend gleicher Rollengröße die Slammer III 4500.
Spulenachse Slammer 1 und 3 im Vergleich auf Papier
Die Spulenachse der neuen Slammer ist etwas dünner
Hier sieht man, wo die Rolle geschrumpft ist um Gewicht zu sparen: das Heck der neuen Slammer (links) im Vergleich zur alten Slammer (rechts)

Die neue Slammer dreht sich beim Kurbeln erst einmal nicht so leicht wie meine alte Eingefahrene Slammer 460, das sollte sich aber bald ändern, wenn sich das Fett erst einmal besser verteilt hat. Trotzdem macht sich die hohe Übersetzung bemerkbar. Es gibt aber auch viele neue und positive neuerungen der Slammer 3.

  • Sie ist deutlich leichter und kleiner, als die alte
  • Die Schnurverlegung ist auch bei dünneren geflochtenen top
  • Die Rolle ist versiegelt
  • Komplett neues Design
  • Höhere Übersetzung
  • An der Spule gibt es Ringe, welche den Schnurfüllgrad anzeigen
  • Der große Kurbelknauf dreht sich sehr leicht und kann ausgewechselt werden
  • Die Achse ist etwas dünner, aber immer noch dicker als bei anderen Spinnrollen

Praxistest

Ein schöner Hecht kurz vor der Landung

Ich habe die Slammer nun bei einigen Spinntouren auf Hecht am See dabei gehabt und nun auch den ein oder anderen Esox mit ihr an meiner Rute überlisten können. Bespult mit einer geflochtenen 20 lb Schnur (0,23) hatte ich nie Probleme mit Perücken oder dergleichen. Das Wickelbild ist gut und der Schnurfangbügel ist mir noch nie einfach so umgeklappt. Einzig in der Kälte wird der metallene Kurbelknauf etwas kalt. Hier ist angeln mit Handschuhen angesagt. Für Hechte musste ich aufgrund der hohen Übersetzung natürlich auch immer deutlich langsamer an der Rolle drehen, gerade im Winter muss man sich da schon etwas zusammenreißen, damit der Köder den Hechten nicht am Maul vorbeizieht.

Im Drill hat mir mit der Rolle natürlich kein Fisch Probleme bereitet: die Rolle ist wirklich stark.

Die nächste Bewährungsprobe der Rolle steht aber noch bevor: das Spinnfischen im Salzwasser auf Bonitos, große Hornhechte und Bluefish in knapp zwei Wochen. Natürlich werde ich berichten, wie es mir mit der Rolle ergangen ist.

Hierfür eignet sich die Slammer III

Die kleinste Rolle der Slammer ist eine 3500`er Rolle, welche schon das Einsatzgebiet der Rollenserie vermuten lässt: hier geht es um große Fische, bei denen Robustheit gefragt ist. Die kleineren beiden Versionen sind ideal zum Fischen auf Hecht und Zander aber auch Dorsche und jeglichen kleinen und mittleren Meeresräuber. Auch warmblütige kleinere Räuber aus südlichen gefilden sollten die kleinen Slammer Rollen packen. Dabei kann die Rolle auch größere Köder und vor allem Jerks und Popper ab, hier machen andere Stationärrollen schnell schlapp, nicht so die Slammer. Die größeren Versionen sind dann für die richtig großen Fische, wie bei uns im Süßwasser der Wels oder im Meer dann alles was die Rute ordentlich krumm macht.

In der Packung ist noch eine alternative Kurbel aus hartem Moosgummi und Unterlegscheiben, falls die Schnurwicklung nicht passt.

Gerade die Hohe Übersetzung macht die Rolle für schnelle Meeresräuber top, egal ob für das Speedjiggen oder schnelle führen von Wobblern. Klar für das Hechtspinnfischen muss man die Rolle dann langsamer drehen und ein schweres Anlaufen beim starten der Kurbel ist merklich aber das ist völlig normal für 6,2:1 Übersetzungen. Ich kann mir die kleinste der Slammer 3 Rollen auch sehr gut an einer langen Meerforellenrute zum Spinnfischen auf Forellen und Dorsch vorstellen, da sie die langen Ruten mit ihrem hohen Gewicht gut ausbalanciert.

Für alle, die es auch in den großen Rollengrößen sehr schnell mögen, für die hat Penn letztes Jahr noch die Penn Slammer III HS auf den Markt gebracht. HS steht dabei für High Speed also einer hohen Übersetzung mit hohen Schnureinzug. Für Angler hierzulande aber recht uninteressant, außer für den Urlaub im Süden und das Angeln auf große und sehr schnelle Fische, wie GT, Wahoo und Co denn dafür wurde die HS Version der Slammer entwickelt.

Die Slammer III Modelle in der Übersicht

ModellSchnurffassung m (durchmesser der Schnur mm)ÜbersetzungGewicht
3500230 (0,23)6,2 : 1394
4500230 (0,31)6,2 : 1417
5500245 (0,38)5,6 : 1635
6500275 (0,38)5,6 : 1689
7500275 (0,46)4,7 : 1828
8500275 (0,56)4,7 : 1873
9500275 (0,61)4,2 : 11159
10500320 (0,61)4,2 : 11222

Alternativen zur Slammer

Wer es etwas leichter mag ist mit der Daiwa BG gut beraten, die Meeresrolle von Daiwa gibt es für etwas weniger Geld und hat sich seit der Markteinführung sehr beliebt bei Meeresanglern rund um den Globus gemacht.

 

Fazit

Die alte Penn slammer war eine Rolle, welche Angler die ihr Gerät grob und schlecht behandeln oder einfach ein robustes Arbeitstier wollten. Die Neue befriedigt nun auch gehobenere Ansprüche, zwar ist sie nicht sofort super Leichtgängig, dafür darf man sich dann die Wartung eine Weile sparen. Sie ist eine empfehlenswerte Spinnrolle die jeden Cent wert ist und ich freue mich auf viele Jahre mit der Slammer 3. Klar die Rolle wiegt etwas mehr als Plastikspinnrollen aber das ist der Preis, den man für einen Vollmetallkörper zahlen muss. Ich finde die Rolle einfach geil!

Penn Slammer III

Penn Slammer III
9.2

Preis Leistung

9.0 /10

Verarbeitung

9.5 /10

Praxis

9.0 /10

Pros

  • Robust
  • Toll gefettet
  • Top Verarbeitung
  • Vollmetallrolle

Cons

  • Könnte etwas leichtgängiger sein

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