Angelruten

Penzill Nano im Test die ultimative Gummi Rute

Eigentlich hat sich die WFT Penzill Nano schon einen guten Namen gemacht, dennoch habe ich die beliebte Spinnrute die letzten drei Wochen ausgiebig getestet und auch an Ihre Grenzen gebracht. Die von mir getestete Rute ist die Nano Cork in 2,4m mit einem Wurfgewicht von 4-18g. Es gibt die Rute aber auch in anderen leichteren und schwereren Modellen siehe Links.

Erster Eindruck

Mein erster Eindruck ist relativ gut, wie erwartet ist die Rute extrem schnell und ziemlich steif vor allem für eine so leichte Rute mit 4-18g Wurfgewicht. Das Design ist eher klassisch und der Blank in schwarz gehalten, nur vor dem Griff ist ein Carbonmuster eingearbeitet. Die Verarbeitung sieht größtenteils sehr gut aus außer der Griff, wo die Kunststoffteile nicht so schön an den Kork anschließen. Im ersten Moment erinnert mich der Griff mit seinen Vertiefungen mit denen man den Blank berühren kann etwas an die Okuma Alaris. Dieser hier ist aber deutlich hochwertiger. Mit den genannten Vertiefungen wird einmal Gewicht gespart aber sie ermöglichen es auch die Finger auf den Blank zu haben, um jeden Biss mitzubekommen. Eine weitere Gewichtseinsparung findet mit den kleinen Rutenringen statt, diese starten mit dem Leitring recht groß und werden dann schnell zu Microguides.

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Eine Hakenöse vermisse ich etwas an der Rute ansonsten sieht alles erst einmal recht gut aus und ich bin gleich nach dem Auspacken ans Wasser.

Praxistest

Die recht großen abstehenden Rutenringe..
—Verjüngen sich zur Spitze hin zu Microguides, also sehr kleinen Rutenringen.

Wie schon erwähnt habe ich die Rute drei Wochen bei diversen Spinntouren dabei gehabt und so kam die Rute mit aufs Boot wurde aber auch zum Spinnfischen mit und ohne Wathose auf Forelle und Döbel missbraucht. Zunächst fiel mir auf, dass das Wurfgewicht noch etwas spiel nach oben hat. 5 Gramm Spinner werden aber trotzdem schon sehr gut und weit geworfen hier merkt man auch die Länge von 2,4m, welche deutlich weiter wirft als kürzere Modelle und ideal für meinen Fluss ist. Beim fischen mit geflochtenen über 0,12 mm (entsprechend 0,24`er Monofiler) leidet die Wurfweite wegen der kleinen Ringe aber stark. So fischte ich meist eine 0,08`er Geflochtene mit Fluorocarbon Vorfach.

Bei der ersten Tour auf dem Boot gingen hauptsächlich kleine Döbel (20-30 cm) ans Band, diese kämpften zwar wegen der hohen Temperaturen toll, konnten aber ziemlich leicht eingeholt werden. Hier habe ich aber schon bemerkt, wie ich in Kombination mit geflochtener Schnur jeden kleinsten Stupser und Anfasser bis ins Handteil spüre.

Auf einer der nächsten Spinntouren mit der Wathose kam dann auf einen Gummikrebs aber mal eine Herausforderung für die Rute: eine gut 62 cm lange Barbe hat sich meinen Gummikrebs auf Sicht geholt – das

Eine der schönen Regenbogenforellen, welche ein leichtes für die starke Rute waren,.

war Adrenalin pur und gab einen wirklich tollen Drill. Barben benutzen die Strömung mit Ihrem Körper sehr geschickt und so war es an der schnell strömenden Stelle nicht ganz leicht den hart kämpfenden Fisch einzuholen. Kurz darauf auf einen creature Bait ging aus derselben Rinne noch eine schöne Regenbogenforelle ans Band, diese hatte immerhin stolze 47 cm und hat ebenfalls gut gekämpft. So weit konnte ich die Fische trotzdem noch gut ranpumpen und trotz wildem Kopfschütteln und sogar Sprüngen ist mir kein Fisch abgegangen. Wieder auf Gummikrebs habe ich dann leider eine Barbe an der Rückenflosse erwischt, der ebenfalls gut 60 cm lange Fisch hat entsprechend gekämpft und sich – er konnte ja nicht anders – quer in die Strömung gestellt. Die Rute bog sich bis ich ein leises knacken vernahm, das schien aber vom Lack oder etwas anderes „unwichtiges“ zu kommen, denn ich habe bisher keine Schwachstelle oder einen Riss bemerkt. Der Fisch ist dann auch abgegangen und ich war froh, denn das war nicht fair. Hier war die Rute aber ganz klar an ihrer Belastungsgrenze, denn den Fisch heran zu bekommen war gegen die Strömung kaum möglich. So grob geschätzt wird die Rute ordentlich gehakte Fische aber bis zu 70 – 80 cm mitmachen solange man nicht gerade in der starken Strömung von großen Flüssen, wie dem Rhein angelt.

Mein Watkescher ist ziemlich groß, dennoch passt die ordentliche Barbe nur gerade so rein.
Barben lieben auch mal Krebse am Jigkopf – es muss nicht immer Käse sein.

Auch auf den nächsten Touren konnte ich noch die ein oder andere Forelle bis 53 cm und viele Döbel von 20-40 cm fangen. Bisher ist mir nur vorgestern eine Forelle ausgestiegen, diese war aber auch eine schöne Bachforelle und ich habe mit Einzelhaken gefischt. Nach dem Biss tobte der Fisch sofort los.

Geangelt habe ich übrigens mit allen möglichen Ködern vom Spinner über Wobbler bis hin zu Gummifischen. Die Rute ist aber ganz klar für Gummifische und das Jiggen oder Faulenzen gemacht.

Fazit

Top Rute vor allem für das Barschangeln mit Gummifischen oder leichte Zanderjiggen. Ich habe die Rute für alles mögliche Missbraucht siehe Praxisteil und auch das hat sie schön gemacht die Aussteigerrate war eigentlich extrem niedrig, dafür bekommt man halt einfach jeden Biss mit und verpasst nichts. Die Verarbeitung ist insgesamt gut, könnte aber etwas besser sein. Belasten kann man die Rute auch ordentlich. Die Rute ist absolut empfehlenswert und ich würde sie jederzeit wieder kaufen.

Die Rute wird noch weiter gefischt und ich werde sie auch mal am See auf Barsch und Zander einsetzen. Wie immer habe ich mir die Rute selber gekauft und der Test entspricht zu 100% meiner Meinung ohne Einflussnahme des Herstellers.

WFT Penzill Nano

8.5

Preis Leistung

8.5/10

Verarbeitung

8.0/10

Praxis

9.0/10

Pros

  • Super Bisserkennung
  • Extreme Spitzenaktion
  • Gute Wurfeigenschaften

Cons

  • Verarbeitung hier und da
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Chris

Seit über 20 Jahren völlig angelverrückt und absoluter Allrounder. Mehr Infos über mich und die Website sind in der Seitenleiste verlinkt.

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