Angelrollen

Shimano Baitrunner OC Freilaufrolle im Test

Für die neue Karpfensaison wollte ich eine neue Freilaufrolle für mich stand die Wahl zwischen der Baitrunner OC und der US Baitrunner, welche sich preislich sehr ähnlich sind. Da ich aber gerne mal am Meer Fische und sich die beiden Rollen stark ähneln, habe ich mich für die Oceanic Rolle entschieden, welche ursprünglich in Australien für das Liveline angeln auf Barramundi entwickelt wurde. Die Salzwassertauglichkeit ist aber nur ein Bonus, den ich gerne mitnehme. Das Haupteinsatzgebiet wird das Grundangeln auf Karpfen sein, auch wenn dieser Test hier bisher nur am Meer stattfand.

Erster Eindruck – Ein robustes und Allwettertaugliches Arbeitstier

Shimano Baitrunner OC auf Felsen am Meer
Auf den Felsen

Das erste Probekurbeln zeigt, wie geschmeidig die Rolle läuft der unterschied zur US Baitrunner ist kaum vorhanden. Denn in Puncto Leichtgängigkeit steht sie selbst vielen Spinnrollen in nichts nach. Besonders schön an der Rolle finde ich die Wartungsschraube, welche sich leicht entfernen lässt und es mir erlaubt regelmäßig einfach nachzuölen. Der Schnurfangbügel ist Shimano typisch etwas dünn aber dennoch stabil. Ebenfalls stabile Technik wurde bei der Kurbel verwendet, welche man eindreht und die nicht wie früher gekontert wird. Das lässt die Rolle stabiler werden und macht sie weniger anfällig. Natürlich kann man die Kurbel links und rechts montieren, was die Rolle sowohl für Linkshänder als auch Rechtshänder fischen lässt. Ein Hebel für die Rücklaufsperre ist bei der Rolle vorhanden, was mich etwas wundert, da dies eher unnötige Technik ist, welche Angriffsfläche für das Salzwasser ist.

Der Freilauf der Rolle funktioniert tadellos und lässt sich bequem am Heck einstellen. Mit einem satten klack Geräusch springt er um, sobald ich an der Kurbel drehe. Ebenso schön springt auch der Rollenbügel bei Kurbelumdrehung um. Nur in einer Position macht er das nicht ganz so leicht, was aber auch nichts neues bei jeder nicht extrem teuren Angellrolle ist. Die Bremseinstellungen vom Freilauf als auch von der starken Frontbremse gehen leicht von der Hand und auch der leicht gummierte Kurbelknauf liegt gut in der Hand.

Zum Schluss noch die Schnurverlegung, wobei ich mich für den Salzwasserinsatz für eine geflochtene 40 lb Schnur entschied, welche sauber verlegt wird.

Insgesamt wirkt die Rolle auf mich sehr stabil und robust und ich freue mich schon auf den Praxiseinsatz.

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Salzwasserbäder und permanente Spritzer gab es reichlich für die Rolle.

Technik und Modele

Die Übersetzung der Rolle ist recht niedrig mit 4,8:1, was aber normal für Freilaufrollen ist. Vor allem bei der Größe kommt doch ein guter Schnureinzug zustande. Die Rollengröße ist gut vergleichbar mit Okuma Rollen. Die Freilaufrolle hat nur 4 Kugellager, läuft damit aber, wie schon erwähnt seidig weich. Mehr Lager sind nicht wirklich nötig, solange diese an der richtigen Stelle sitzen und eine gute Qualität haben.

Von der Rolle gibt es vier Modelle: 4000, 6000, 8000 und 12000

Hier die Features der Rolle:

  1. 3 Shielded Stainless Steel Kugellager + 1 Kugellager
  2. Varispeed Getriebe
  3. Easy Maintenace
  4. Floating Shaft II
  5. Super Stopper II
  6. AR-C Spulendesign
  7. Dyna Balance

Praxistest

Nachts im Einsatz auf große Fische

Der Praxistest war, wie es sich für eine Salzwasserrolle gehört am Meer auf den den Kanaren. Bespult mit einer geflochtenen 40 lb Schnur ging es nachts auf Conger, Muränen und Rochen und tagsüber auf kleinere

Eine Rekordverdächtige Sattelbrasse hat auch Tintenfisch Stücke gebissen

Fische, wie Sattelbrassen. Perrücken oder Schnurverlust ist bisher Fehlanzeige, da die Rolle wirklich schön wickelt. Große Fische gingen mir leider keine ans Band, doch auch kleinere Meeresfische haben Druck gemacht, womit die Rolle aber natürlich keine Probleme hatte. Die Bremse lässt sich sehr weit einstellen wofür aber viele Umdrehungen nötig sind. Hier hätte ich mir etwas schneller greifendes gewünscht, wobei ich so meine Bremse auch sehr fein einstellen kann. Der Freilauf ließ sich sehr gut den Bedingungen anpassen, so dass die oft starken Wellen keine Schnur ziehen konnte, Fische aber gut losziehen konnten, ohne Verdacht zu schöpfen. Positiv aufgefallen ist mir noch, dass die Rolle selbst unter Last noch sehr weich kurbelt. So kann man auch schwere Montagen bequem einholen und was wirklich wichtig ist auch im Drill schnell und angenehm schnur einholen.

Den Salzwassereinsatz hat man der Rolle nicht angemerkt, so wie es auch sein muss bei einer Rolle, welche als Salzwassertauglich beworben wird. Natürlich habe ich die Rolle nach einer Woche fischen auch mit Süßwasser abgespült.

Der Praxistest wird erweitert sobald ich hier noch ein paar Karpfen fangen konnte, wobei es derzeit aufgrund von Eis und tiefen Temperaturen wenig sinn macht mit ihr an den Baggersee oder Fluss zu ziehen. Einen kurzen Ansitz hatte die Rolle schon am See, doch hier ging nichts ans Band.

Fazit

Tolle Technik und eine etwas günstigere Alternative zur US Baitunner D. Mit der Oceanic Baitrunner macht man nichts falsch für unter 100€ bekommt man hier eine tolle Freilaufrolle, welche auch ans Meer mit kann, ohne das man Angst um die Technik haben muss. So weit habe ich nichts an der Rolle auszusetzen und kann sie bedenkenlos empfehlen.

 

Shimano Baitrunner OC

9

Preis Leistung

8.5/10

Verarbeitung

9.0/10

Praxis (vorläufig)

9.5/10

Pros

  • Salzwassergeeignet
  • Günstige Alternative zur Baitrunner D
  • Tolle Technik
  • Fein einstellbarer Freilauf
  • Auch unter Last seidenweicher Lauf

Cons

  • Bremse könnte mit weniger Umdrehungen einstellbar sein
  • Dünner Schnurfangbügel
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Chris

Seit über 20 Jahren völlig angelverrückt und absoluter Allrounder. Mehr Infos über mich und die Website sind in der Seitenleiste verlinkt.

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