Angelruten

Shimano Beastmaster STC Shore-Boat Review

Als Reiseruten wird von den meisten Anglern eine Eierlegende Wollmilchsau gesucht und ich habe einen potenziellen Kandidaten unter die Lupe genommen. Gefordert ist also eine Rute, welche möglichst breit aufgestellt sein muss, um auf jede Situation im Urlaub oder unterwegs eingestellt zu sein. Eine wirklich breit aufgestellt Rute ist die neue Shimano Beastmaster STC Shore-Boat, welche ich in der schwersten Version getestet habe.

Reiseruten Review

Shimano Beastmaster Shore boat am Meer auf Kies
Das Hardcase der Rute ist sehr stabil.

Die Rute wirft 28-300g, wie das möglich ist, werden sich die meisten nun fragen. Ganz einfach die Rute hat zwei verschiedene Spitzen. Mit der einen ist das empfohlene Wurfgewicht bei 28-122g und bei der schwereren 150-300g. Mit der feinen Spitze ist die Rute 3 m lang. Perfekt also um im Urlaub größeren Salzwasserräubern vom Strand oder Felsen nachzustellen, während die Rute mit der schweren Spitze auch auf einem Bootstrip mit Pilkern oder anderen schweren Ködern oder einfach geschleppten Wobblern eine gute Figur macht. Nicht zuletzt ist natürlich mit 2,4 m dennoch eine akzeptable Wurfweite vom Ufer gegeben. Letztendlich erhalten sie also zwei Ruten, mit denen sie nur leider nicht gleichzeitig angeln können.
Ausschlitzen von großen Fischen ist aufgrund der etwas weicheren Spitze eher unwahrscheinlich. Der Bio Fibre Blank sorgt dafür, dass die Rute nahezu unzerbrechlich wird. Trotzdem hat die Rute deutlich mehr Reserven, als die normale Beastmaster Serie und ist deutlich robuster ausgelegt. Ein weiterer Punkt der zum rundum sorglos Paket gehört, ist ein edles und stabiles Rutenrohr in dem das durchdachte und mit Klettverschlüssen ausgestattete Stoffutteral hineinpasst. Somit ist die Rute auch beim Transport auf Reisen und im Urlaub stets gut geschützt.

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Ausstattung und Verarbeitung

Die Rutenringe sind aus Shimanos Eigenproduktion und sind natürlich für das Salzwasser gemacht und geeignet. Die Rute hat durchweg stabile Dreistegringe. Die Rutenringe sind perfekt in einer Flucht und mit langen Wicklungen gut verarbeitet. Der Rollenhalter kommt von

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Für Starke Meeresräuber, wie GTs gemacht!

Fuji und ist angenehm schlank. Der Blank ist ein XT 60 Blank, der sich beim Werfen schön auflädt und ein extrem starkes Rückgrat hat. Trotzdem merkt man an der Feinfühligkeit der Rute und am Gewicht nicht, dass es sich um eine 5-teilige Reiserute handelt. Verarbeitungsfehler sind nicht zu finden, was in der Preisklasse auch eine Selbstverständlichkeit sein muss. Der Griff ist passend zum Salzwasserschwerpunkt der Rute nicht aus Kork, sondern aus angenehmen und hochwertigen EVA Material. Die Zapfenverbindungen sind sehr gut gearbeitet, was absolut entscheidend ist und auch den Preisunterschied von Reiseruten zu zweiteiligen Ruten ausmacht.

Ausschlitzen von großen Fischen ist aufgrund der etwas weicheren Spitze eher unwahrscheinlich. Der Bio Fibre Blank sorgt laut Hersteller dafür, dass die Rute nahezu unzerbrechlich ist. Trotzdem hat die Rute deutlich mehr Reserven, als die normale Beastmaster Serie und ist deutlich robuster ausgelegt.

Ein weiterer Punkt der zum rundum sorglos Paket gehört, ist ein edles und stabiles Rutenrohr in dem das durchdachte und mit Klettverschlüssen ausgestattete Stoffutteral hineinpasst. Somit ist die Rute auch beim Transport auf Reisen und im Urlaub stets gut geschützt. Die Rute wiegt 329g und beide Spitzen sind mit H für Heavy angegeben, was ich auch so bestätigen kann.

Design

Das Design der Rute weiß zu gefallen und kommt edel daher. Anders als die anderen Beastmaster Ruten kommt die Rute in keinem Braunton, sondern als Schwarze carbonfarbene Rute mit goldenen Akzenten. Das Design nennt sich bei Shimano „black magic Design“. Mir gefällt das Design außerordentlich gut. Sehr gut gefällt mir auch die Grifflänge, so ist sie nicht zur kurz, wie bei vielen Reiseruten sonst üblich. Damit hat man noch einen guten Hebel für die großen Fische.

Praxistest

In der Praxis fällt bei 3 m Länge leider eine Gewisse Kopflastigkeit auf. Mit einer schwereren Rolle, als der Spro passion 750 (5000`er größe) dürfte das

Auf dem Boot sind die 2,4m am Meer eine gute Länge.
Auf dem Boot sind die 2,4m am Meer eine angenehme Länge.

aber besser werden. Außerdem ist die Rute etwas schwer, aber es ist ja auch keine leichte Rute für kleine Fische, sondern sie ist für größere Meeresräuber gedacht. Gut Werfen lassen sich tatsächlich Köder von 20g aufwärts, wobei auch bei 130g nicht Schluss ist. Die Aktion ist sehr schnell und die Rute biegt sich bei schweren Wurfgewichten im Wurf bis knapp zur Hälfte. Unter schwerer Belastung biegt sie sich auch bis zum Griff, aber dann muss schon ein großer Fisch dran sein. Leider war am Meer und Boot kein Fisch mit der Rute zu fangen. Mit Handleine gab es aber

Am Ufer vom Strand aus brachte die Beastmaster die Köder ordentlich auf Weite.
Am Ufer vom Strand aus brachte die Beastmaster die Köder ordentlich auf Weite.

einen Skipjack Thun.

Im Süßwasser sah die Sache schon anders aus. Mit wolkenbildenden Teigköder ging es auf Marmorkarpfen und tatsächlich ließ sich ein 65 cm langes Exemplar dazu überreden den Köder zu nehmen und lieferte einen guten Drill. Kein Problem für die Rute in 3m aufgebaut. Man merkt, dass die Rute für starke Fische ausgelegt ist. Vielleicht bietet sich ja noch die Gelegenheit und ich werde den Bericht aktualisieren, sobald es soweit ist (bereits geschehen!).

Als 2,4m Rute aufgebaut und auf dem Boot macht die Rute auch noch eine gute Figur die Aktion ist sehr schnell und Speedjiggen ist gut möglich. Leider war die Strömung an der Stelle so stark, dass auch ein 200g Jig nicht wirklich auf den Grund kam. Ich gehe davon aus das wohl auch in Norwegen einiges mit der Rute anstellbar ist.

Belastungsprobe

Am Ende meines Aufenhalts in den Philippinen konnte ich die Rute noch einmal am Meer testen und einen guten Fisch auf Wobbler haken und die Rute hat mir gezeigt, was sie wirklich kann. Ich werde in Kürze noch ein Video des Drills einfügen. Der Fisch war entweder ein großer Barrakuda, ein Giant Travelly oder ein Hai. Er ist jedenfalls heftig abgegangen und ich war froh mit der starken Rute gefischt zu haben. Nach der ersten Flucht konnte ich den Fisch gut heranpumpen. Bei der zweiten Flucht hat es aber leider das Vorfach gesprengt und ich bekam den Fisch nicht wirklich zu Gesicht. Der Biegung der Rute nach zu urteilen (im Vergleich zu 6 kg Messerfischen) war der Fisch aber wenigstens doppelt so schwer oder so stark. Das Video wird bald noch auf meinem Youtube Kanal folgen.

Mit den Messerfischen hatte die Rute aber meist so ihre Probleme. Die Rute hat einfach nicht schnell genug gefedert, um bei Sprüngen gut Kontakt zu halten. Das Konnte aber nur eine Medium action Black Bass Rute wirklich gut genug. Daher ist das kein echter Kritikpunkt die Rute wurde eben für große Meeresräuber gemacht.

Marmorkarpfen
Marmorkarpfen sind sehr harte Kämpfer, vor allem im 28 °C warmen Wasser

Fazit

Ich kann die Rute bedenkenlos empfehlen. Wer über den Preis von rund 185 € hinwegsehen kann, der erhält hier quasi 2 Shimano Ruten zum Preis von einer. Auch daheim in Deutschland lässt sich die Ruten noch vielfältig einsetzen und die schwere Spitze ist allemal jedem Wels gewachsen. Mit der feinen Spitze können sie noch gut auf Wels und Hecht mit Wobblern und Gummifischen angeln. Wer mit der Rute auch leichtes Angeln auf kleine Fische betreiben will, dem kann ich von der Rute aber nur abraten, da sie entsprechend schwer ist und für größere Fische ausgelegt ist. Da muss dann leider doch eine zweite Rute ran.

[yasr_overall_rating]

Shimano Beastmaster STC shore boat

8.7

Preis Leistung

7.5/10

Verarbeitung

9.5/10

Praxis

9.0/10

Pros

  • Zwei Ruten in einer
  • Rutenrohr
  • Aktion
  • Edles Design

Cons

  • Etwas schwer
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (7 votes, average: 4,14 out of 5)
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Chris

Seit über 20 Jahren völlig angel verrückt und absoluter Allrounder. Mehr Informationen über mich und die Website findest du hier.

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25 Kommentare

  1. Hallo.Zunächst Danke für diesen BLOG,
    Ich habe deiner Empfehlung folge geleistet und habe die schwere Version dieser Angel mit beiden Spitzen gefolgt. Ich bin absoluter Angelanhänger und habe schon mehrere leichte Ruten und rollen…zb. shimano 2500er….
    Ich plane mir die „leichte“ Version der Rute auch noch kaufen, welche du ebenfalls empfohlen hast.
    Nun meine Frage: Welche Allround Rolle empfiehlt sich für die schwere Beastmaster?
    Ich bin dankbar für jede Empfehlung…
    Gruß M.

    1. *-re——–k+o2wq-HI Marcus, wo soll es denn hingehen? Tendenziell ist jede 5000-8000`er Rolle geeignet. Weil die Rute einen recht kurzen Griff hat balanciert man sie mit einer schwereren Rolle etwas besser aus, muss dann aber auch mehr Gesamtgewicht schleppen. Schau doch mal hier in meine Rollenübersicht >>. Ich vermute ja das du mit der Rute ans Meer gehst, deshalb würde ich auch eine Salzwassertaugliche Rolle empfehlen. Entweder eine Daiwa BG oder eigentlich jegliche Penn Rollen (außer die alte Slammer). Ich persönlich Fische die Rute mit einer Penn Slammer 3 3500 oder 4500. Einzig, wenn du mal beim Naturköderangeln deine Rute ablegen und die Bremse aufmachen willst ist die Rolle kaum zu gebrauchen, da sich die Bremse nicht so weich einstellen lässt. Wenn du mir etwas genauer sagst was du so ca. vor hast kann ich dir vllt auch besser helfen 🙂
      Lg Chris

      1. Um ehrlich zu sein weiß ich es nicht so genau da ich totaler Anfänger bin. Daher auch die Frage. Ich werde sie mir Schwerpunkt meer und vom Boot bei anstehenden Urlauben einsetzen . Da ich schon mehre leichte ruten habe wird diese für schwereund größere Fische sein. Das heißt Preis und Gewicht der Rolle sind nicht so wichtig. Am liebsten würde ich eine Rolle für beide Versionen der rute habenund möglichst breit aufgestellt und flexibel sein vom Einsatz Gebiet…

      2. Danke für die Antwort. Also da ich schon mehrere leichte Ruten mit 2500 ern Rollen habe würde ich gerne den Bereich danach abdecke. Ich suche also eine möglichst flexible Rolle für eben diese beiden Ruten (einam die Twin TIP stc shore boat und evtl. die leichtere Version gleich mit ;-))
        Preis und Gewicht sind nicht sooo wichtig hauptsache ich bin flexibel und sie passt zum Einsatzbereich der Angel(n).
        Also ich hatte mal versucht aus deinen Beschreibungen eine Rolle rauszulesen und hab die Daiwa BG 4500 rausgelesen?! wäre das okay?
        würde das für die leichtere Version der Rute auch gehen?

        1. Sollte gehen. Für die leichtere tut es aber vielleicht auch deine 2500`er Shimanos die du schon hast. Du kannst auch eine nicht Salzwassertaugliche Rolle mit ans Meer nehmen. Wichtig ist nur das sie kein Vollbad nimmt (sollte sowieso nicht) und das man sie wenigstens 1x die Woche mit Süßwasser abbraust. Das Gleiche gilt auch für die Rute. Daiwa BG ist eine ziemlich feine Rolle. Ein Kollege fischt sie jeden Tag am Meer und er geht halt auch wirklich jeden tag Spinnfischen(Rentner). Er ist ein alter Hase dem wir sogar die ein oder andere Erfindung im Angelbereich zu verdanken haben und hat eine sehr hohe Meinung über die Rolle. Auch ich konnte sie mal fischen und fand sie sehr gut. Die Slammer 3 ist etwas schwerer und vom Typus „Unkaputtbar“.

          Lg Chris

          P.S. Nicht das du Kommentare doppelt schreibst: ich muss alle von Hand freischalten, da hier sonst alles zugespammt wäre und ich für den Inhalt verantwortlich bin.

          1. Okay ich war schon verunsichert. Danke.
            Okay. Dann wird es definitiv die rolle… einzig bei der Größe bin ich mir unsicher… lieber zwei verschiedene Größen nehmen? Oder zu welcher rätst du für die stc?
            Danke sehr. Nur noch ein Wort zur schnur dicke… welche allround schnur dicke empfiehlst du?

          2. Passend zur schweren Rute und Rolle sind wenigstens eine 0,20èr geflochtene. Zur Schnurfrage habe ich gestern einen Beitrag >> veröffentlicht 🙂
            Allround für beide ist nun schwer zu sagen.. Vllt etwas runter gehen. Für deutsche Gewässer hätte ich nun als Allroundschnur eine 0,15-0,16`er genommen aber es ist halt wirklich schwierig wenn du vor hast 2m Barrakudas zu fangen.

          3. Würde ja nach wie vor an eine kleinere Rute eine der Shimanos machen 🙂 Schau doch erst einmal wie dir die Combo passt und geh z.B. mal auf Hecht oder gehts übermorgen schon los?

          4. Hallo Chris,
            Super Seite und Blog hier von Dir hab etliche Berichte von dir jetz schon gelesen. Ich würde mir gerne die Beastmaster STC shore Boot zulegen.
            Nur ist bei deinem Amazon-Link die nicht mehr verfügbar, aber statt dessen die Beastmaster Dual Tip Shore Boot.
            Was ist da der Unterschied? Konnte im Netz keine weiteren Infos finden.

            Liebe Grüße Marius

          5. Sorry, hab mir die neue noch nicht angeschaut. Das Wurfgewicht ist etwas niedriger. Ansonsten freu ich mich, wenn du etwas über die neue berichten kannst, falls du sie dir zulegst.

            LG,
            Chris

  2. Hallo Chris

    Herzlichen Dank für Deinen interessanten Beitrag.

    Ich suche eine Rute welche ich in den Kanaren für das Spinnfischen vom Ufer im Meer, sowie für das angeln im Süsswasser auf Blackbass nutzen kann. Meine aktuelle Reiserute (Sportex Carat Special XT Travel, 2,4m/3m, 23-65g in beiden Längen) ist für Blackbass perfekt, für das Spinnfischen im Meer ist das Wurfgewicht jedoch eher etwas knapp (ich habe Hemmungen damit einen 60g Köder zu werfen).

    Bei der Shore Boat habe ich Bedenken, dass diese für meine Bedürfnisse eher überdimensioniert ist und im unteren Bereich (mit leichten Ködern) nicht so optimal wäre. Aktuelle sehe ich für mich keinen Bedarf für die härtere Spitze mit (150-300g).

    Habe ich das richtig verstanden, die Rute kann als fünfteige (3m, 28-122g) mit der weicheren Spitze, oder vierteilige (2,4m, 150-300g) mit der schwereren Spitze gefischt werden und es ist nicht möglich die Rute als vierteilige mit der leichteren Spitze (2,4m, 28-122g) zu fischen?

    Der Range des Wurfgewichtes der weicheren Spitze ist ja enorm (28-122g), wie verhält sich die Rute im untersten Bereich (Köder um 28g, oder darunter)?

    Shimano hat eine neue S.T.C. Monster 3,15m/28-110g präsentiert, gegebenenfalls wären meine Bedürfnisse damit besser abgedeckt?

    Für ein Feedback wäre ich Dir dankbar.

    Gruss Marcel

    1. Hey Marcel,

      danke für dein top Kommentar! Nein es ist leider nicht möglich die Rute vierteilig mit der leichten Spitze zu fischen. Die Rute wirft tatsächlich 30 Gramm schon sehr gut, ist aber für die Kanaren vom Ufer dennoch etwas überdimensioniert. Ich war ja vor Ort und hab sie ausgiebig gefischt und denke du brauchst keine neue Rute, wenn du 40-50 Gramm Jigs oder dergleichen fischen kannst, kein Problem. Das was du hast langt für die Kanaren problemlos und wenn nicht, dann solltest du sowieso gerade dort nicht fischen wo du gerade bist weil dich die Wellen sonst vom Ufer fegen. Einzige Ausnahme ist, wenn du im Herbst dort fischst und wirklich massive Goldmakrelen erwarten kannst. Die neue S.T.C kenne ich nicht und kann leider nichts dazu sagen. Für Black Bass bist du ja mit deiner jetzigen Rute auch eher gut bedient, wenn nicht sogar im oberen Bereich. Mit der dicken Shore Boat auf Black Bass wäre wie mit der Hechtrute auf Rotaugen 🙂 – kann man machen, macht dann aber halt keinen Spaß.

      Die Kanaren sind im März übrigens nicht ganz so top. Es kann zwar immer was gehen, aber schnell mal was fangen ist kaum drin. Die Bluefish sind auf Wanderschaft und den Barrakudas ist es auf den nördlichen Inseln etwas kalt. Auf welche Insel geht es denn?

      Lg,

      Chris

  3. Hallo Chris

    Herzlichen Dank für Dein ausführliches Feedback.

    Diese Jahr werde ich im August und über Weihnachten-Neujahr im Norden von Gran Canaria wo ich regelmässig bin sein (letztes Jahr war ich im Oktober dort).

    Wenn ich keine neue Rute brauche wäre das natürlich perfekt. Mein Guide den ich wärend meines letzten Aufenthaltes gebucht habe, meinte eine Rute bis 80g (für 60g Köder) werde noch etwas besser.

    Ich besitze eine Shimano Sustain 3000, welche zwar Salzwasser geschützt ist, jedoch keine wirkliche Salzwasserrolle ist und wohl ebenfalls etwas klein bemessen ist.

    Denkst Du damit könnte ich auch einmal einen Versuch starten?

    LG Marcel

    1. Die Sustain ist meines Wissens nach eine Salzwasserrolle. Im Zweifelfall machen die meisten Süßwasserrollen bei regelmäßigen Süßwasserduschen aber auch mal etwas Salz mit. Zur Größe: klar hier wäre eben auch eine 4000`er etwas besser, aber denke die 3000`er tut es auch. Hätte ich deine Combo und würde auf die Kanaren gehen, dann würde ich fast bei der bleiben und mir nichts neues holen. Außer du hast vor das vielleicht noch öfter zu wiederholen oder wo anders hinzugehen, wo auch Regeläßig größeres zu erwarten ist.

      Lg,

      Chris

  4. Hallo Chris

    Danke für Deine Einschätzung!

    Es freut mich, dass einem Start mit meiner Combo nichts entgegen spricht:).

    Auch für meinen nächsten Aufenthalt werde ich wieder meinen Guide buchen. Sollte ich das Gefühl haben, dass es doch knapp wird kann ich immer noch Equipment mieten.

    Da ich unabhängig vom Salzwasserfische mit dem Gedanken spielen mir noch eine weitere Rolle zuzulegen, werde ich mir diesbezüglich sicherlich noch Gedanken machen.

    LG Marcel

  5. Hallo Chris

    Am letzten Wochenende hatte ich die Gelegenheit mir die neue „2019“ Shimano S.T.C. Monster 3,15m, 28-110g (und auch die kleinere 2,4m) anzusehen. Die Verarbeitung der Ruten habe ich als sehr hochwertig eingeschätzt, ich hatte jedoch den Eindruck, dass die 3.15m etwas steif ist (aber fürs Salzwasser vermutlich auch nötig).

    Bezüglich des Wurfgewichts meiner Sportex Carat habe ich mich noch bei Sportex genauer erkundigt. Der Techniker meinte bei einem
    Ködergewicht von 50g könne man die optimale und im Bereich der Toleranz 23-65g noch eine gute Leistung aus dem Blank bekommen.

    Bezüglich der Rolle habe ich mich etwas umgesehen und die Grössen der Hersteller verglichen. Ich denke eine Daiwa 4000er, oder Shimano 6000er (gegebenenfalls 5000er) wären für meine Bedürfnisse/Sportex passend und könnten auch an einer etwas stärkeren Rute (3m, WG 100g) fürs SW noch eingesetzt werden.

    Die Schweiz ist etwas Shimano lastig (wie mir mein Händler berichtet hat liegen seine Daiwa Einkaufspreise über den VP in Deutschland, was den Handel mit Daiwa Rollen nicht besonders interessant mache). Leider ernten die zahlbaren Shimano Rollen im Internet nicht viel Lob (einzig die Twin Power XD, hat auf Grund der guten Laufeigenschaften und des geringen Gewichts ein paar Fans).

    Ich möchte mir eine leichtgängig Rolle (primär für Süsswasser) zulegen, welche ich jedoch auch in den Ferien für SW nutzen kann. Die Penn Slammer III 4500 (417g, max. Bremskraft 13.6kg, Einzug 102cm), welche ich sonst sehr beeindruckend finde, passt daher wohl eher nicht ins Konzept.

    Bleiben also neben der Shimano TP XD 5000XG „Import“ ~300CHF (300g, max. Bremskraft 11kg, Einzug 103cm), noch die Daiwa 4000er Rollen übrig. Bei uns angeboten werden die BG ~120CHF (405g, max. Bremskraft 8kg, Einzug 101cm), BG Magsealed ~150CHF (435g, max. Bremskraft 8kg, Einzug 101cm) und etwas eingeschränkt auch die Saltist „Import“ ~200CHF (425g, max. Bremskraft 8kg, Einzug 101cm).

    Die Daiwa BG Magsealed 4000 wäre sicherlich eine gute/vernünftige Wahl. Die Shimano Twin Power XD C5000XG wäre natürlich extrem leicht, soll sehr leichtgängig sein und der Support in der Schweiz wäre vermutlich einfacher. Sie ist aber natürlich nicht gerade billig und wie es mit der SW Praxistauglichkeit aussieht konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen (gegebenenfalls kennst Du die TP XD ja).

    Die Anschaffung der Rolle werde ich mir wohl noch etwas überlegen und in dieser Zeit auch den Gebrauchtmarkt im Auge behalten.

    LG Marcel

    1. Die alte BG 4000 kostet hier in Deutschland auch so 100€ rum also gar nicht so unähnlich deinem Preis. Die Shimano Biomaster ist natürlich auch noch Top, Salzwasserfest und preislich unter der Twin Power. Allerdings wird die wohl nicht mehr hergestellt, da zu gut für den Preis…. Dennoch noch überall zu haben. Klar die Twin Power wird bei den Amis auch oft als „poor mans Stella“ bezeichnet, da die teils doch sehr nah an das Flagschiff kommt. Die SW Ausführungen aller Shimano Rollen sind salzwasserfest, wobei es auch bei beiden Rollen Versionen ohne SW gibt, die es dann eben nicht sind.
      Natürlich ist es eine gute Idee sich nach etwas gebrauchtem umzuschauen. Gerade Salzwasserrollen in der Schweiz oder Süddeutschland mussten oft noch gar nicht so viel Salz sehen.
      Bremskraft ist bei den Rollen für dein Einsatzgebiet relativ egal, da bei 5-8 kg eh Ende ist mit dem was die Rute verträgt.

      Lg Chris

  6. Hallo Chris

    Besten Dank für Dein Feedback und den Hinweis bezüglich der Biomaster.

    Leider konnte ich kein attraktives Angebot für eine Biomaster in der Schweiz finden.

    Die Preise die ich aufgeführt habe, sind die Preise für welche mir eine Beschaffung in der Schweiz möglich ist. Es handelt sich jedoch um die Preise eines Deutschen Onlineshops welcher über eine Schweizer Adresse versendet (so dass einem die Zollformalitäten erspart bleiben).Die zwei CH Online Händler welche ich im Internet finden konnte, möchten für die Daiwa BG 200CHF und für die Saltist 350CHF. Die Shimano Twin Power XD C5000XD 350-400CHF. Versuche einmal im Internet einen CH Ladengeschäft zu finden, welches eine ansprechende Auswahl an Daiwa Rollen anbieten (an den zwei Messen welche ich letzte Woche besucht habe war mein Highlight, dass ich eine Daiwa 4000er mit einer Shimano 5000er vergleichen konnte. SW Rollen von Daiwa habe ich keine einzige gesehen, auch keine BG

    ……Die SW Ausführungen aller Shimano Rollen sind salzwasserfest, wobei es auch bei beiden Rollen Versionen ohne SW gibt, die es dann eben nicht sind…..

    Die Shimano Twin Power XD C5000XD, wird im Shimano Katalog nicht über SW gelistet und beinhaltet das SW auch nicht im Name.

    Auf der Website von Shimano wird die Shimano Twin Power XD jedoch wie folgt beworben:
    Die Twinpower XD ist eine Entwicklung für das Salzwasser-Spinnfischen und gebaut, um den rauesten Bedingungen wie Salzwasser, Wind und Staub zu bestehen. Dank der X Protect Technologie ist die Rolle für diese Bedingungen bestens geeignet. Ausgestattet mit einem extra großen Kurbelknauf für beste Griffigkeit und mit hochwertigen Carbon-Bremsscheiben. Konstruiert ist Sie als eine spezielle Salzwasserrolle, anders als zum Beispiel die Twinpower SW, Socorro etc.; sie ist viel leichter und ausgestattet mit dem innovativen MGL Rotor. All dies macht die Rolle zum perfekten Begleiter für das leichte bis mittlere Fischen von der Küste auf Wolfsbarsch oder Makrelenarten. Für die schwere Offshore-Angelei mit großen Stickbaits und Poppern ist eine Rolle aus dem “normalen” SW-Programm eher zu empfehlen.

    …Entwicklung für das Salzwasser-Spinnfischen und gebaut, um den rauesten Bedingungen wie Salzwasser, Wind und Staub zu bestehen….

    Was sich ja eigentlich sehr positiv und etwas mehr als Salzwassertauglich anhört:).

    Kennst Du die Shimano Twin Power XD?

    Ich wünsche Dir einen guten Start ins Wochenende.

    LG Marcel

    1. Du hast natürlich recht: alle aktuellen Twin Powers scheinen komplett Salzwassertauglich zu sein. Von ein paar Shimano Rollen gab es aber mal beide Versionen, weshalb ich da vorsichtig war. Die aktuelle Twin Power XD habe ich noch nicht live gesehen, ältere Twin Powers schon. Sind ja wirklich ordentliche Preise, die Daiwa da in der Schweiz abruft, da lohnt es sich ja kaum eine zu kaufen. Letztes Jahr waren Daiwas echt besser als Shimanos in derselben Preisklasse, habe mir bei Spinnrollen nur noch Daiwas gekauft. Bald ist aber dann wieder Shimano dran :). Vor allem wenn die Verfügbarkeit von Shimanos allgemein in Europa besser ist. Ich will ja auch Produkte testen, die dann auch für alle erhältlich sind.

      Dir auch ein gutes WE 🙂

      Lg Chris

  7. Hallo Chris

    Nach dem ich mich noch etwas besser über Daiwa mag sealed Technologie und die damit verbundene Service Problematik (darf/kann nur vom Daiwa Servicecenter durchgeführt werden) informiert habe, war am Ende von Daiwa nur noch die BG im rennen.

    Die Shimano Saragosa und Spheros habe ich mir ebenfalls noch etwas besser angesehen, die Rollen sprechen mich aber nicht an, ich finde die beiden Rollen wirken etwas klobig.

    Auch über die Twin Power XD C5000XG habe ich mich nochmals etwas besser informiert. Das C bedeutet bei Shimano, dass die Rolle das Gehäuse der 1 Nr. kleineren Version und nur die Spule der angegebenen Grösse entspricht hat. Also eine 5000 (Daiwa 3500er Grösse) Spule mit einem 4000 (Daiwa 3000er Grösse) Body. Bei der TP XD wurde die Leistung des Getriebe um 70% (im Vergleich zur Twin Power aus 2015) erhöht. Ein TP XD 4000 Getriebe bietet also die Getriebeleistung einer TP 5000 (2015), also die der 1 Nr. grösseren Version. Gemäss Werbung also eine kleine Rolle mit der Kraft einer grossen:). Steht ja auch so im Namen Twin Power:)

    Abschliessend habe ich mich jetzt (insbesondere auch wegen dem besseren Support in der Schweiz) für eine Shimano, konkret die Twin Power XD C5000XG entschieden. In ca. zwei Wochen sollte ich die Rolle erhalten, wollen wir hoffen dass die Rolle mit den zwei Herzen (Twin Power) mich erobert und meine Erwartungen erfüllt:).

    Sobald ich die Rolle getestet habe, werde ich Dir von meinem ersten Eindruck berichten.

    Mei Händler bietet die „Shimano Kairiki SX 8“ ab Rolle an. Da ich bisher gut damit gefahren bin, werde ich mich wohl dafür entscheiden. Eine Alternative wäre die in der Schweiz etwas schlechter erhältliche Climax Mig8, welche ja auch sehr gelobt wird. Zu welcher Stärke würdest Du mir für das Angeln in den Kanaren raten?

    Herzlichen Dank für Deine beratende Unterstützung.

    LG Marcel

    1. Gerne und sorry für die späte Antwort. Hatte gerade noch viel zu tun :). Na dann hast du dich ja für eine tolle Rolle entschieden und ich bin natürlich gespannt, wie es dir mit ihr ergeht. Würde wenigstens eine 0,18`er Schnur für die Kanaren nehmen. Aber auch nicht höher als 0,23 gehen. Also irgendwas in dem Bereich sollte passen. Falls du Interesse hast, kannst du auch einen Beitrag hier veröffentlichen.

      Lg, Chris

  8. Hallo Chris

    Meine Twin Power XD C5000XG habe ich erhalten und konnte erste Erfahrungen damit sammeln.

    Als Schnur habe ich mich für die Momoi Ryujin (20er) in Orange entschieden. Die 300m auf der Rolle waren für die optimale Füllung etwas zu wenig, so dass ein bisschen unterlegt werden musste.

    Der Hersteller Momoi bewirbt die 20er als (0.20mm, #1.5, 16kg, 35lb), zeck-fishing.com korrigiert die Werte auf (0.196mm, 9.1kg, 20lb) was sicherlich realistischer ist und ja auch ausreichen sollte.

    In Kombination mit meiner Reiserute (Sportex Carat Special XT Travel, 2,4m/3m, 23-65g) habe ich die Rolle mit 50g & 60 Birnenblei, sowie einem Lucky Craft Wander 95mm/21g getestet.

    Die 50g (welche ja auch als optimales Gewicht für meine Rute angegeben sind) werfen sich sehr angenehm und die 60g gehen auch ganz gut.

    Die Kombi liegt sehr angenehm in der Hand und das Einholen ist sehr angenehm. Das Einholen empfinde ich als flüssiger und leichtgängiger als mit meiner 3000er Sustain. Auch die Einholgeschwindigkeit hat mich beeindruckend, 60g Blei können wie ein Topwater Köder geführt werden:). Auch die Schnur empfinde ich als sehr angenehm beim Werfen. Es bereitet mir Freude mit der Kombi auszuwerfen und einzuholen.

    Das es mir schwer gefallen ist, die Distanz beim Werfen auf den offenen See einzuschätzen habe ich die Kurbelumdrehungen beim Einholen gezählt.

    Shimano gibt für die Twin Power XD C5000XG einen Einzug von 103cm pro Kurbelumdrehung an. Mein Birnenblei konnte ich mittels ~3 Kurbelumdrehungen an meiner senkrecht aufgestellten 3m Rute von Boden bis zur Spitze befördert (die Angaben sollten daher in etwa stimmen).

    Um die lose Schnur nicht mit zu zählen, habe ich mit dem Zählen der Umdrehungen erst begonnen, wenn die Schnur jeweils gespannt war.

    Mit 50g Blei und meiner 3m Rute konnte ich 90-100 Kurbelumdrehungen und mit 60g Blei rund 80 Kurbelumdrehungen weit werfen. Den Lucky Craft Wander 95mm/21g konnte ich rund 50 Kurbelumdrehungen weit werfen.

    Ob das gute, oder schlechte Werte sind, kann ich aufgrund der fehlenden Erfahrung nicht einstufen (sicherlich habe ich auch noch Potenzial meinen Wurfstiel zu verbessern). Sicherlich ist es leichter ein Birnenblei auf Distanz zu werfen als einen Köder. Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass es für meine Bedürfnisse ausreichen sollte und hoffe, dass ich mit den richtigen Ködern auch eine ausreichende Distanz hinbekommen.

    Die Hechte haben bei uns noch bis Ende April Schonzeit, danach hoffe ich die Rolle einmal erfolgreich im Praxiseinsatz testen zu können.

    Beste Grüsse Marcel

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