Shimano Sedona FI im Test am kleinen Fluss

Die Shimano Sedomna FI ist schon eine Weile auf dem Markt und deshalb oft ziemlich günstig zu haben. Auf der Suche nach einer neuen Spinnrolle für meine Barsch und Forellenruten habe ich mir die Rolle bestellt und nun für euch getestet. Meine Rolle ist die Sedona C2000 FI HGS mit extra flacher Spule.

Erster Eindruck

Sedona HGS Spinnrolle
Die extra flache Spule meiner Sedona

Mein erster Eindruck ist durchweg positiv, da mein Model eine hohe Übersetzung hat dreht merkt man einen minimalen Anlaufwiderstand, welcher absolut typisch und normal bei HG (High gear) Rollen mit hoher Übersetzung von 6:0 ist. Rein optisch hat die Rolle ein typisches Shimano Design mit großem Bremsknopf und wirkt wertig, sowohl beim Kurbeln, als auch von der Haptik. Der Rollenkörper ist aus einem hochwertigen Kunststoff, die Kurbel und die Spule aus Aluminium

Der kleine Gummierte Kurbelknauf liegt gut in der Hand und lässt ein verrutschen der Finger kaum zu. Die Rücklaufsperre hat minimales Spiel, was noch als ok in der Preisklasse zu betrachten ist. Diese ist auch permanent ausgeschaltet, denn einen Hebel dafür gibt es nicht. Das ist schön, da man diese Funktion einer Rolle sowieso nie braucht und sie nur ein weiteres Teil darstellt, welches kaputtgehen kann oder an dem Wasser in die Rolle eindringen kann

Beim aufspulen habe ich auch auf Shimano gesetzt und eine 0,185`er Technium invistec Mono aufgespult. Ganz einfach weil mono beim Forellenangeln in Bächen und kleinen Flüssen immernoch top ist und auch die Barsche nicht stört. Gummifischangeln ist bei den meisten Forellenruten sowieso nicht effektiv drin.

Ansonsten ist der Verpackung noch das Übliche beigelegt: eine Explosionszeichnung und ein paar Unterlegscheiben für die Spule.

Technik und Modele

Meine Wahl fiel auf die 2000`er HGS, da ich eine kleine und leichte Rolle für meine Forellen und Barsch Ruten wollte, welche solide und vor allem leicht ist und dennoch nicht so viel kostet. Gleichzeitig wollte ich eine hohe Übersetzung, um vor allem in Forellenbächen mit der Strömung mithalten zu können und auch mit der Strömung zu angeln. Rein gewichtstechnisch entspricht sie dennoch den anderen kleinen Sedonas mit nur 215 Gramm. Außerdem ist sie die günstigste Version und es ist gerade mal wieder viel Geld für Tackle liegengeblieben.

Die Sedona ist die derzeit günstigste Rolle von Shimano mit dem seit 2017 aktuellen Hagane Getriebe (HGN). Also einem kaltgeschmiedetem Aluminium Getriebe, ohne nachträgliche maschinelle Bearbeitung. Die Shimano Nasci FB, welche ebenfalls ein HGN Getriebe hat leistet mir nun schon seit fast einem Jahr gute Dienste ohne Ausfälle oder Mängel. Link zum Test der Nasci >>

 

Praxistest

Schnee, trübe Brühe und keine hungrigen Fische in Sicht.

Für den Praxistest bin ich an einen kleinen Fluss, um auf Döbel und Barsch zu angeln, da bei mir derzeit noch Forellenschonzeit ist. Sobald die Forellenschonzeit vorbei ist, werde ich den Praxistest noch erweitern. Um es kurz zu machen, bei starkem Schnellfall und leichtem Hochwasser war leider kein Fisch zum Anbiss zu bewegen, dennoch habe ich eine gute Idee der Boxfrischen Rolle unter Praxisbedingungen bekommen. Vor allem über die Wurfeigenschaften, welche durchaus gut waren. Zunächst habe ich mir etwas sorgen gemacht, da die Rolle die ebenfalls neue Monofile Schnur gelegentlich etwas daneben gewickelt hat, was aber nach einer halbe Stunde fischen nicht mehr vorkam und daher der relativ Steifen Schnur zuzuschreiben ist. Denn Generell ist das Wickelbild super und auch geflochtene werden der Rolle keine Probleme machen.

Sehr schön war auch, dass die Rolle auch unter Belastung bei Ködern die Druck machen noch leicht kurbelt, dass machen nicht alle Rollen so schön, wie die Sedona. Dennoch gibt es für mehr Geld auch leichtängigere Spinnrollen, wie die Legalis LT oder auch die Nasci.

Etwas nervig war, dass der Rollenbügel in ein paar Positionen beim kurbeln nur sehr schwer umklappt. Das muss nicht sein bei einer Rolle die einen UVP von knapp 60€ hat. Auch wenn sie inzwischen fast überall deutlich günstiger zu haben ist.

Trotz einigen Schneebädern und viel Wasser macht die Rolle ein paar Tage nach dem Einsatz keinen Ärger.

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Schnee und Eis haben der Rolle bisher nichts ausgemacht.

Fazit

Insgesamt gefällt mir die Rolle trotz des kleinen Mangels ganz gut. Gerade für meinen Einsatzzweck, dem Spinnfischen Fischen am Fluss und Forellenbach ist das von mir gewählte Model mit hoher Übersetzung ideal. Wer eine leichte und günstige Rolle sucht, sollte sie sich einmal genauer anschauen. Alternativ gibt es z.B die Daiwa Ninja, welche in meiner Top Spinnrollenliste sehr ordentlich für den Preis ist.

 

Shimano Sedona FI

Shimano Sedona FI
7.8

Preis Leistung

8.0 /10

Verarbeitung

7.0 /10

Praxis (vorläufig)

8.5 /10

Pros

  • Leicht und Leichtgängig
  • HGN Getriebe
  • Gute Praxisleistung (vorläufig)

Cons

  • Rollenbügel klappt in einer Position nur schwer um
  • Plastikröllchen

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