So gehe ich Nachtangeln

Nachts wird es an Seen, Teichen und Flüssen oft spannend, denn viele Fische die sich sonst im tiefen Wasser aufhalten und lichtscheu sind suchen nun auch in flachen Uferbereichen nach Futter. Gut wenn unser Köder nun im Wasser ist und alles vorbereitet ist. Gerade im Sommer beißen viele Fische überhaupt nur richtig gut nachts so etwa Karpfen und Zander. Im Winter hingegen sind Quappen etwa in der Oder oder in den Voralpenseen nachts zu fangen.

Nachtaktive Fischarten

Beim Nachtangeln wird man oft mit herrlichen Sonnen auf und Untergängen belohnt hier beim Zanderangeln am Rhein

Gänzlich nachtaktiv sind vor allem der Aal, aber auch Zander und Welse sind eher nachtaktiv und können daher in der Nacht gut beangelt werden. Auch andere Fischarten sind nachts in Beißlaune, so konnte ich beim Nachtangeln auch schon viele Döbel, Brassen und Karauschen fangen und sogar Bachforellen können nachts beißen. Wer mit Wurm angelt kann sich also auf viele verschiedene Fischarten freuen. Das Karpfenangeln bei Nacht ist auch schon ein alter Hut, gerade die großen und scheuen Tiere lassen sich nachts besser fangen. Meine Vermutung: die Fische können nachts unsere Schnur und Haken nicht so gut sehen. Dies kann Nachtangeln besonders in klaren Gewässern wie den Voralpenseen erfolgreicher machen, als der Ansitz bei Tage.

Trotzdem sollte man sich ruhig am Wasser verhalten da Vibrationen, durch den Boden und in das Wasser nach wie vor gut von den Fischen wahrgenommen werden. Auch unnötiges mit der Taschenlampe in das Wasser leuchten sollte vermieden werden. Rotlicht soll hingegen von den Fischen kaum wahrgenommen werden, weshalb Kopflampen mit einem solchen Modus zu bevorzugen sind

. Nachtangeln ist immer ein Erlebnis und draußen in der Natur die Nacht zu verbringen kann viel Freude mit sich bringen. Außerdem es ist stets spannend während die Grillen in der Dämmerung zirpen, seinen ersten Fisch zu drillen.

 

Angelstellen für das Nachtangeln

Auch dort wo tagsüber wenig Fische anzutreffen sind kommen diese abends oft doch hin, um dort Nahrung aufzunehmen. Gerade ufernahe Flachwasserzonen sind in fast allen Gewässern der Platz, an dem ich meine Köder vor allem im Sommer ablege. Man glaubt gar nicht wie nah Fische an das Ufer kommen. Das hat mir eines Tages ein Zander aus dem Bodensee gezeigt (sehr selten!) der in 50 cm flachen Wasser direkt am Ufer nach Nahrung suchte.

Natürlich sind die üblichen Hot Spots in wie Einmündungen von Bächen und Flüssen immer einen Versuch wert, doch auch dort sind die Fische nachts im flachen Wasser zu finden. Gerade Welse und Aale sind in Seen oft nahe von Einläufen zu finden.

Da sich etwas Lärm an der Angestelle kaum vermeiden lässt, empfiehlt es sich die Ruten zwar ufernah, aber doch etwas abseits meines Lagers auszulegen.

Die Vorbereitung

Küchentuch mit angelsachen für das Nachtangeln
Auf einem hellen Küchentuch geht nichts so schnell verloren und man findet die wichtigen Sachen nachts

Die Vorbereitung ist beim Nachtangeln sehr wichtig, denn wer im Dunkeln seine Ködernadel verloren hat, hat oft schlechte Karten seine Würmer ordentlich zu befestigen, ein extra Tipp für euch ist ein helles Tuch oder Handtuch auslegen (siehe Bild) und auf diesem alle wichtigen Utensilien, wie die eben genannte Ködernadel und Vorfächer etc. platzieren außerdem sollte der Kescher am Wasser bereitliegen. Generell sollte man beim Aufbau des Angelplatzes und der Geräte noch Tageslicht haben insbesondere bei unbekannten Stellen um evtl. gefährliche und rutschige Uferbereiche zu erkennen.

Ein anderer Kniff ist es eine Kerze in einem Glas aufzustellen somit ist diese Windgeschützt und man hat ein günstiges Licht mit wenig Scheucheffekt. Eine Kopflampe ist trotzdem die beste Form der Taschenlampe für das Nachtangeln es ist einfach unbezahlbar beide Hände freizuhaben und dort Licht zu haben, wo man hinschaut.

 

Checkliste zum Nachtangeln

Das nehme ich außer den nötigen Angelsachen mit oder bereite es vor, bevor ich Nachtangeln gehe:

  1.  Getränke: Das Fischwasser schmeckt ja meistens doch nicht so gut
  2.  Vesper / Brotzeit: Wer lange draußen ist bekommt Hunger
  3.  Warme Getränke: Auch Sommernächte sind oft kühl
  4.  Warme Kleidung siehe oben
  5.  Wettervorhersage abrufen und bei Regen Vorhersage Vorkehrungen treffen
  6.  Ersatz Taschenlampe und Ersatzbatterien: Nichts ist ärgerlicher, wenn es plötzlich  Dunkel ist und auch so bleibt
  7.  Vorfächer /Montagen vorbereiten
  8.  Bequeme Sitz oder Liege Gelegenheit: Zur not tut es natürlich eine Decke oder  Isomatte für die Puristen auch der Steinboden

 

Ein Extra Tipp: Wem die Köder ausgehen der kann Nachts auch versuchen ein paar Tauwürmer zu suchen. Zumindest wenn man in der Nähe oder sogar auf einer Wiese angelt funktioniert das manchmal und hat mir auch schon Abende gerettet, an denen es sehr gut biss.

Achtung! Nachtangeln ist nicht in allen Bundesländern uneingeschränkt erlaubt in Baden-Würtemberg z.B ist das Nachtangeln nur bis 1:00 Morgens und nur auf Aal und Wels erlaubt.

Weiterhin muss abgeklärt sein, ob Zelte erlaubt sind ein Wetterschutz in form eines großen Angelschirms oder Bodenloses Zelt ist jedoch meistens erlaubt. Hier hilft nur sich nach den örtlichen Bestimmungen zu erkundigen

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